Leonard Cohen vermisst das alte Berlin

Leonard Cohen vermisst das alte Berlin

05.09.2012 > 00:00

Leonard Cohen erinnert sich wehmütig an das frühere Berlin - er liebte die "intensive Atmosphäre", die vor der Wende in der Stadt herrschte. Der 77-jährige Sänger ist schon viele Male in Berlin aufgetreten und ist jedes Mal wieder von der Stadt begeistert. Im Interview mit der "B.Z." schwärmt Cohen: "Jedes Mal, wenn ich dort bin, ist es wieder ganz anders", jedoch räumt der Musiker ein, dass er das alte Berlin, das er noch vor der Wende kennenlernte, noch faszinierender fand. "Ich kenne ja dieses alte Berlin", erinnert er sich und gesteht: "Die Mauerstadt, diese westliche Enklave mitten im Kommunismus. Ich muss sagen, das hat mir eigentlich noch besser gefallen." Damals sei er mit Musikgrößen wie Iggy Pop, Nick Cave, Patti Smith und Neil Young im Tempodrom am Potsdamer Platz aufgetreten und es herrschte eine einmalige Atmosphäre in der Stadt. "Damals hatte Berlin etwas Klaustrophobisches, Dekadent-Verfallenes und etwas Surreales. Es war ein schroffer, kalter Ort, der eine unglaubliche, intensive Atmosphäre hatte", versucht er das Gefühl zu erklären und fügt hinzu: "Das hat mich fasziniert. Heute ist es immer noch spannend, aber anders." © WENN

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