Tragisch: In seinen Massen verschwindet Manuel Uribe regelrecht

Manuel Uribe: Der dickste Mann der Welt ist gestorben

27.05.2014 > 00:00

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Für den Mexikaner Manuel Uribe war das Leben die meiste Zeit eine Last. Genauer gesagt eine, zu Spitzenzeiten 560 Kilogramm schwere Last. Dieses unfassbare Körpergewicht brachte ihn leider nicht nur in das Guinnessbuch der Rekorde, sondern auch für die letzten zwölf Jahre seines Lebens ins Bett. Jetzt ist der dickste Mann der Welt verstorben.

Das monströse Eigengewicht ließ Uribe keine Möglichkeit mehr, sich selbstständig zu bewegen. Wenn Uribe sein Haus verlies, war das ein gewaltiger Aufwand. Die Straße wurde abgesperrt und ein Kran hievte ihn mitsamt seines Bettes auf einen LKW.

Zuletzt wurde er wegen Herzrhythmusstörungen auf diese Weise ins Krankenhaus gebracht. Es ist eine tragische Ironie, dass es nicht sein gigantisches Gewicht war, das ihn nun das Leben kostete, sondern sein Gewichtsverlust. Er hatte zu schnell zu viel abgenommen. Das war zu viel für den ohnehin schwer geschädigten Körper. Er starb mit einem Gewicht von "nur" 394kg.

"Ich wache auf, wasche mir das Gesicht mit einer Schüssel Wasser am Bett, schreibe E-Mails, lese Zeitung und mache eine paar Übungen mit dem Armfahrrad", beschrieb Uribe seinen tristen Alltag. "Vor dem Sterben habe ich keine Angst, aber vor einem Leben, ohne gekämpft zu haben", betonte der Mann, der sich kontinuierlich auf das Gewicht einer halben Tonne futterte. Bis zuletzt war es sein Traum, irgendwann wieder 120kg wiegen zu können.

Doch sein Körper war schon zu schwer geschädigt, als dass er sich diesen Traum erfüllen konnte. Mit 48 starb Manuel Uribe und hinterlässt Ehefrau Claudia, die bis zu seinem Tod bei ihm war.

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