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Michael Jackson: Ein "emotional gelähmtes Wrack"?

03.09.2012 > 00:00

© Getty Images

Drei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson († 50) sind E-Mails aufgetaucht, die den Geisteszustand des Sängers stark in Frage stellen. In den E-Mails wird Michael Jackson als "emotional gelähmtes Wrack" beschrieben.

Die "Los Angeles Times" hat eine 250 Seiten umfassende E-Mail-Konversation erhalten, die eine zentrale Rolle im Rechtsstreit des Konzertveranstalters AEG mit dem Versicherer Lloyds of London spielen. Die Versicherungsgesellschaft wirft dem Konzertveranstalter vor, nicht die Wahrheit über den Gesundheitszustand Michael Jacksons gesagt zu haben. Ein Richter soll über die Versicherungssumme in Höhe von 17,5 Millionen Dollar entscheiden.

In den nun vorgelegten Mails wird deutlich, dass selbst die Führungsetage von AEG sich bewusst war, in welch labilem Gemütszustand sich der Sänger befand.

Kenny Ortega, Regisseur der Comeback-Show, alarmierte die Verantwortlichen von AEG und forderte eine psychiatrische Intervention. Der Regisseur, der Michael Jackson mehr als 20 Jahre lang kannte, soll sich sicher gewesen sein, dass der 50-Jährige weder psychisch noch physisch in der Lage war, die bevorstehende Konzert-Tour durchzustehen.

"Es gibt starke Anzeichen von Paranoia, Angstzuständen und zwanghaftem Verhalten. Ich denke, es ist das Beste, wenn wir ihm so schnell wie möglich einen Top-Psychiater zur Seite stellen", so Kenny Ortega in einer der E-Mails.

Michael Jackson verhalte sich wie zwei Personen - die eine, die daran festhält, wer er war und ist und die andere, die sich in diesem schwachen und labilen Zustand befindet, beschrieb Ortega seinen Freund.

Ein Abstecher in das Londoner Hotelzimmer des Sängers bestätigte Kenny Ortega in seinen Sorgen: "MJ hat sich eingeschlossen - betrunken und niedergeschlagen. Ich versuche, ihn auszunüchtern", so der Regisseur.

Offiziell verkündete AEG jedoch immer, Michael Jackson befinde sich in ausgezeichneter Form und es gebe keinerlei Zweifel, dass er die bevorstehende Tour zur vollsten Zufriedenheit bewältigen werde. Zudem sei Conrad Murray, der Arzt, der Michael Jackson die tödliche Dosis Propofol spritzte, sich sicher, dass der 50-Jährige in guter Verfassung sei.

Anwälte des Konzerveranstalters kommentierten den Bericht der "Los Angeles Times" als unvollständig und warfen der Zeitung vor, ihren Klienten in einem negativen Licht darstellen zu wollen.

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