Ein erster Etappensieg für die Verteidigung von Conrad Murray

Michael Jackson-Prozess: Anästhesist belastet Murray weiter

20.10.2011 > 00:00

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Der renommierte Anästhesist Steven Schafer sagte im Prozess um den Tod von Michael Jackson († 50) aus. Er sagt, Conrad Murray habe schwere Fehler bei der Behandlung mit Propofol gemacht.

Der Anästhesist ist ein angesehener Spezialist für Narkosemittel und wendet selbst häufig bei seinen Patienten Propofol an. Doch seine Patienten haben jetzt Angst: "Jeden Tag sage ich den Patienten im Operationssaal, was ich machen werde, und jeden Tag werde ich gefragt: 'Geben sie mir das Medikament, das Michael Jackson umgebracht hat?'"

Der Anästhesist sagt, Conrad Murray, der Leibarzt von Michael Jackson, habe das Medikament falsch angewendet: "Propofol ist ein außergewöhnliches Medikament. Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass es ein gutes Medikament ist, wenn es von jemandem verabreicht wird, der etwas davon versteht." Was in Michael Jacksons Fall passiert sei, habe nichts mit einer normalen Propofol-Behandlung zu tun.

Er behauptet, Dr. Murray habe das Medikament nicht nur falsch angewendet, er hätte es ihm auch gar nicht verschreiben dürfen. Murray sei nicht der behandelnde Arzt von Michael Jackson gewesen, sondern eher ein Angestellter. Er hat Michael Jackson nicht verschrieben, was er brauchte, um gesund zu werden, sondern ihm gegeben, was er wollte.

Die bisherigen Prozesstage:

Prozessbeginn

Bodyguard sollte Spuren verwischen.

Murray bestellte 15 Liter Propofol.

Murray hat der Notärztin wichtige Infos nicht weiter gegeben.

Murrays Freundin sagt aus.

Tonbandaufnahmen von Michael Jackson

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