Ein erster Etappensieg für die Verteidigung von Conrad Murray

Michael Jackson-Prozess: Ermittler geben Fehler zu

07.10.2011 > 00:00

© Getty Images

Tatortermittlung auf dem Niveau von "CSI Miami": Die Ermittler im Todesfall von Michael Jackson († 50) räumten jetzt im Prozess gegen Conrad Murray ein, Fehler gemacht zu haben

Die Ermittler hinterließen ihre eigenen Fingerabdrücke auf einem Beweismittel und sicherten eine Flasche Propofol erst zwei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson. Diese Anhörung war kein Zuckerschlecken für eine Mitarbeiterin der Gerichtsmedizin. Sie musste schwere Fehler bei der Ermittlungsarbeit nach Michael Jacksons Tod zugeben.

Elissa Fleak, die nach dem Tod von Michael Jackson in dessen Schlafzimmer Beweismittel sicherte, gab am achten Prozesstag zu, geschlampt zu haben. Sie hinterließ ihre Fingerabdrücke und vergaß, den Inhalt einer Flasche am Bett des "King of Pop" auf Medikamentenspuren zu testen. Erst im März 2011, also knapp zwei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson, dokumentierte sie den Fund der Flasche Propofol.

Die Verteidigung behauptet, Michael Jackson habe sich selbst, ohne das Wissen seines Arztes, eine Überdosis Propofol verabreicht und damit sich selbst versehentlich getötet. Auf den Spritzen in Michael Jacksons Schlafzimmer wurden aber keine Fingerabdrücke des Popstars gefunden. Aber vielleicht wurde ja auch hier schlampig gearbeitet.

Die bisherigen Prozesstage:

Prozessbeginn

Bodyguard sollte Spuren verwischen.

Murray bestellte 15 Liter Propofol.

Murray hat der Notärztin wichtige Infos nicht weiter gegeben.

Murrays Freundin sagt aus.

Tonbandaufnahmen von Michael Jackson

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