Michael Jacksons Tod wirft vor Gericht viele Fragen auf

Michael Jackson-Prozess: Murray bestellte 15 Liter Propofol

29.09.2011 > 00:00

© GettyImages

Der Prozess um den Tod von Michael Jackson († 50) bleibt spannend. Leibarzt Conrad Murray (58) steht vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung.

Wirklich abstruse Details kommen im Laufe des Prozesses ans Tageslicht: So soll der angeklagte Conrad Murray während seiner Zeit als Leibarzt von Michael Jackson, insgesamt ungefähr 15 Liter des Narkosemittels Propofol bestellt haben! Propofol ist ein starkes Narkosemittel, nur einige Tropfen genügen, um einen Menschen in den Tiefschlaf zu versetzen. Allein in den sieben Wochen vor dem Tod von Michael Jackson soll der Arzt ungefähr 155 000 Milligramm bestellt haben. Das ist genug für 6.000 Spritzen!

Der Verteidiger von Murray sagt, Michael Jackson war süchtig, die tödliche Spritze hätte sich der Popstar sogar selbst verabreicht. Trotzdem sieht es nicht gut aus für den Arzt.

Nach Zeugenaussagen vor Gericht leistete der Arzt nur schlechte Wiederbelebungsversuche. Er telefonierte eine dreiviertel Stunde, während Michael Jackson im Sterben lag und schrieb E-Mails. Die Herzmassage führte der Doktor mit nur einer Hand durch und ließ den Popstar dabei im weichen Bett liegen - so hätte er niemals genug Druck aufs Herz ausüben können.

Was der Bodyguard des "King of Pop", Faheem Muhammad, aussagte, ist besonders schlimm. Anscheinend haben die beiden älteren Kinder des Popstars, Prince Michael (14, damals 12) und Paris (13, damals 11), alles mit angesehen und noch verzweifelt versucht, ihrem Vater zu helfen. Als der Bodyguard zum Geschehen dazu kam, lag Paris zusammengekauert auf dem Boden und weinte. Ihr älterer Bruder Prince Michael stand geschockt daneben, weinte nur ganz leise. Michael Jackson lag ausgestreckt diagonal in seinem Bett, die Augen offen, den Mund leicht geöffnet - seit wenigen Minuten tot. Conrad Murray versuchte da gerade den Star wiederzubeleben.
Der Bodyguard sagte der Nanny, sie solle die Kinder raus bringen, damit sie nicht mitansehen müssen, wie ihr Vater von den Sanitätern raus getragen wird. Die beiden Kinder wollen selbst auch noch vor Gericht aussagen.

2009 war ein unheimliches Jahr - auch diese Stars sind 2009 viel zu früh von uns gegangen.

TAGS:
Lieblinge der Redaktion