Im Michael-Jackson-Prozess sagte jetzt die Krankenschwester aus

Michael Jackson-Prozess: Murray hat Notärztin belogen

04.10.2011 > 00:00

© Getty Images

Im Prozess um die fahrlässige Tötung von Michael Jackson († 50) wurden wieder schwere Vorwürfe gegen den Leibarzt des "King of Pop" Conrad Murray (58) erhoben. Die Notärztin, die Michael Jackson für tot erklärte, behauptet, Murray habe sie angelogen.

Die Notärztin Richelle Cooper sagte im Prozess gegen Conrad Murray aus, der Leibarzt von Michael Jackson hätte grob fahrlässig gehandelt und ihr und den Sanitätern wichtige Informationen vorenthalten. So erzählte er der Notärztin zum Beispiel nur, dass Michael Jackson das Beruhigungsmittel Lorazepam eingenommen hätte. Dass dem Popstar aber auch das Narkosemittel Propofol gegeben wurde, wurde der Ärztin nicht gesagt.

Ende letzter Woche erzählte der Sanitäter Richard Senneff im Prozess schon ähnliches. Auch ihm wurde von Murray verschwiegen, was für starke Medikamente Michael Jackson genommen hatte: "Er hat nie das Wort 'Propofol' erwähnt."
Außerdem machte Murray dem Sanitäter zufolge falsche Angaben, was den Todeszeitpunkt von Michael Jackson angeht. Als die Sanitäter fünf Minuten nach Eingang des Notrufes in der Villa des "King of Pop" eintrafen, war er bereits tot. Auf die Frage hin, wie lange der Herzstillstand schon andauern würde, sagte Murray den Sanitätern, das Herz habe kurz vor Eintreffen der Helfer aufgehört zu schlagen. Diese Antwort empfand der Sanitäter allerdings als "merkwürdig", denn die Haut von Michael Jackson war bereits kalt, seine Pupillen geweitet und es war nicht möglich, eine geeignete Vene zu finden, um noch Medikamente zu verabreichen. Das ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass schon länger kein Blut mehr durch die Vene geflossen ist. Jacksons Herz habe vermutlich schon "20 Minuten bis eine Stunde" vor dem Eintreffen der Sanitäter aufgehört zu schlagen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt Conrad Murray vor, Michael Jackson eine Überdosis Propofol gegeben und ihn dann vernachlässigt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

Die Verteidigung von Conrad Murray sagt, dass der Popstar an seinem Todestag etliche Medikamente ohne Wissen seines Arztes eingenommen und sich damit versehentlich selbst getötet habe.

2009 war ein unheimliches Jahr - auch diese Stars sind 2009 viel zu früh von uns gegangen.

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