Er nimmt es mit haufenweise Homophoben auf

Michael Sam: Schwulenfeindlichkeit im Football

12.05.2014 > 00:00

© Facebook / Michael Sam

Schritt für Schritt tut sich immer mehr in der Welt der Sportler. Immerhin outete sich mit Thomas Hitzlsperger erstmals ein ehemaliger deutscher Profifußballer. Auf ein Outing eines aktiven Bundesliga Spielers warten wir aber immer noch.

Im amerikanischen Football ist genau das der Fall. Mit Nachwuchsspieler Michael Sam (24) kommt nun der erste geoutete Homosexuelle in die NFL, die erste Liga des American Football. Er bekam nach langem Warten nun endlich die Zusage der St. Louis Rams und steigt somit vom College-Football in die erste Liga auf.

Im Februar outete sich Sam bereits als schwul, was natürlich nicht nur positive Reaktionen heraufbeschwor. "Momentan würde ein solcher Spieler aber nur für Unruhe in der Kabine sorgen, das kann kein Verein gebrauchen", sagt ein früherer NFL-Trainer, gegenüber der "Sports Illustrated".

Neben viel Unterstützung zeigt sich nach diesem Schritt in Richtung Toleranz auch wieder, wie weit entfernt wir davon sind, dass Homosexuelle in maskulinen Domänen wie Football oder Fußball vollends akzeptiert werden.

"Wir haben keine Schwulen in unserem Team. Und wenn doch, dann wären die nicht lange da. Dieses tuckige Getue hat in der Umkleide nichts verloren", schockiert San Francisco 49ers Spieler Chris Culliver.

Besonders der Kuss von Sam und seinem Freund im TV regt homophobe auf. Football-Profi Derrick Ward twittert: "Tut mir leid, aber dieser Michael Sam tut sich keinen Gefallen damit so etwas im Fernsehen zu machen. Mann! Es gucken kleine Kinder zu!"

Natürlich wird auch online von Privatpersonen geätzt. "Muss sowas im nationalen Fernsehen laufen?", schreibt einer unter das Video von Sams Zusage.

Michael Sam selbst hat bei alledem nur eins im Sinn: Er will Football spielen. Ganz egal, wen er liebt.

Hier das emotionale Video von der Michael Sams Zusage:.

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