"Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

Mir stockte beim Lesen mehrmals der Atem

29.04.2010 > 00:00

© Piper Verlag GmbH

Aufgrund mehrerer Empfehlungen habe ich dieses Buch geselen, obwohl ich eigentlich kein Fan von Psychothrillern bin. Und ich wurde nicht enttäuscht.

In einer Berliner Wohnung liegt ein Mann gefesselt in einem Feldbett. Die Zunge hat man ihm abgeschnitten, ebenso mehrere Scheiben seines Beines.

Mit diesem beklemmenden Szenario beginnt "Das Kind auf der Treppe". Kein Wunder also, dass man direkt in die Handlung hinein katapultiert wird.

Lenis Kindheit ist überschattet von Einsamkeit. Ihre Mutter ist tot, ihre Schwester und der Vater gingen fort. Nur ihre Oma gab ihr etwas Halt.

Als junge Frau stürzt sie sich in die Ehe mit dem kontrollsüchtigen und gewalttätigen Magnus. Als sie auch noch schwanger wird kennt sie nur ein Ziel: Die Flucht zu ihrer Schwester nach Berlin.

Kritik: Die Geschichte spielt im Hier und Jetzt, wird aber durch Rückblenden immer wieder unterbrochen. Doch diese stören den Lesefluss nicht. Sie geben dem ganzen eher noch Aufschwung.

Stück für Stück spinnt die Autorin so immer mehr spannende Handlungsfäden ein.

Eigentlich passieren in dem Buch mehrere schockierende Dinge und letzten Endes schließt sich der Kreis in einem grandiosen Finale.

Als Leser muss man bei Karla Schmidt hart im Nehmen sein, aber man wird belohnt mit einem ausgezeichneten Debütroman gemischt aus Tragödie, Familiendrama, Sex und Gewalt.

Mir stockte beim Lesen mehrmals der Atem und "Das Kind auf der Treppe" hat die Bezeichnung Psychothriller hundertprozentig verdient.

Fazit: Nach dem Lesen werden Sie die Geräusche aus ihrer Nachbarwohnung aus einem anderen Blickwinkel sehen. Versprochen!

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