Morten Harket kritisiert falsche Wertvorstellungen

Morten Harket kritisiert falsche Wertvorstellungen

08.10.2012 > 00:00

Morten Harket ist mit dem herrschenden Wertesystem unzufrieden - die wirklich wichtigen Dinge werden darin nicht berücksichtigt, findet er. Der ehemalige A-ha-Sänger ist für sein langjähriges Engagement zum Schutz der Umwelt bekannt, doch die Gedanken, die sich der Norweger macht, sind allumfassend. Im Interview mit der Nachrichtenagentur WENN erklärt Harket: "Das Problem ist, dass unser Wertesystem auf Geld beruht. Nichts spricht heutzutage lauter als Geld. Doch in diesem System werden die Dinge, die uns am wichtigsten sind, nicht berücksichtigt. Mit welchem Preisschild würden Sie ihr Kind auszeichnen? Aber bedeutet das, nur weil es für ein Kind keinen Preis gibt und es deshalb nicht in diesem Wertesystem auftaucht, dass man sich darum keine Gedanken machen muss?" Er selbst habe erst lernen müssen, seiner Familie die gleiche Wichtigkeit wie seinem Beruf einzuräumen, gesteht der mittlerweile 52-Jährige, der Vater von fünf Kindern ist. "Ich habe mich lange gesträubt, die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringen möchte, in meinen Arbeitskalender einzutragen. Es hat sich nicht richtig angefühlt, die Familie da einzutragen, das kam mir kalt vor. Aber es ist nunmal der Kalender, der 24 Stunden meines Tages, sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr plant." Doch irgendwann habe er eingesehen: "Wenn ich aber meine Familie dort nicht mit eintrage, gebe ich ihr letztendlich weniger Priorität als meinem Beruf." © WENN

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