Nadja Benaissa bekommt zwei Jahre auf Bewährung

Nadja Benaissa gibt Opfer Mitschuld an Ansteckung

06.10.2010 > 00:00

© GettyImages

Vor sechs Wochen fiel das Urteil im HIV-Prozess von Nadja Benaissa (28): Zwei Jahre Haft auf Bewährung und 300 Sozialstunden sind die Strafe dafür, dass Nadja Benaissa trotz HIV-Infektion mit mehreren Männern ungeschützten Sex hatte. Einen Mann steckte sie dabei mit dem tödlichen Virus an.

Im Prozess zeigte Nadja Benaissa Reue: Bei der Talkshow von Reinhold Beckmann am Montag hörte sich das plötzlich ganz anders an.

Nadja Benaissa hatte zum Interview ihren Anwalt mitgebracht. Sie redete die ganze Zeit nur von sich selbst. Wie es ihr vor der Verhaftung ging und wie sie sich fühlte als die Geschichte ins Rollen kam.

Nur in einer Äußerung geht sie auf ihr Opfer ein und in der gibt Nadja Benaissa ihm die Mitschuld an seiner Situation: "[...] Solange man weiß, dass es diese Krankheit gibt und dass man sich anstecken kann, ist man irgendwo eigentlich auch dafür verantwortlich, selber bestimmte Vorkehrungen einzuleiten, dass dies nicht passieren kann, dass dies einem selber nicht passieren kann."

Gesteht sie sich ihre Schuld immer noch nicht ein. Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Nadja ihre HIV-Infektion vor einigen Sex-Partnern verschwiegen hatte. Ihre Reue war es letztlich, die eine Haftstrafe abwendete. War das alles nur gespielt?

Abschließend sagt sie noch über sich selbst, sie sei ein "lebendiges Beispiel und auch ein lebendes Mahnmal, was das Thema HIV betrifft."

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