Natascha Kampusch ist erschüttert.

Natascha Kampusch: Ihr Vater schockt mit bösem Buch!

28.02.2013 > 00:00

© Getty Images

Was für einen Schock muss Natascha Kampusch bekommen haben, als sie von dem Buch ihres Vaters erfuhr? Wie gemein kann ein Vater sein, besonders, wenn man Nataschas Schicksal betrachtet?

Das Entführungsopfer Natascha Kampusch hat gerade in München den Film "3096 Tage" vorgestellt. Darin wird ihre Entführung als Zehnjährige und die Zeit ihrer Gefangenschaft bei ihrem Peiniger Wolfgang Prikopil aufbereitet. Acht Jahre lang hat die junge Frau furchtbare Qualen durchlitten, bis sie sich selbst aus den Fängen ihres Peinigers befreit hat.

Mit dem Film will sie nun die schreckliche Zeit aufbereiten. Doch wie soll das gehen, wenn selbst die eigenen Eltern einem in den Rücken fallen?!

Nataschas Vater Ludwig Koch hat jetzt zusammen mit dem britischen Autor Alan Hall das Buch "Vermisst. Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch" veröffentlicht, in dem er seiner Tochter schlimme Vorwürfe macht. Darin sagt er unter anderem: "Das Mädchen aus dem Keller ist ein Mythos".

Bisher sind nur Auszüge aus dem Buch ihres Vaters bekannt, das in wenigen Tagen als eBook erscheinen soll. Klar wird darin aber, dass Ludwig Koch in vielen Punkten an der Geschichte von Natascha Kampusch zweifelt. In den bisher erschienenen Passagen ist auch die Rede davon, dass der Vater vermute, seine Tochter habe mit ihrer Flucht bewusst bis zu ihrem 18. Geburtstag gewartet, damit sie nicht in ein Heim oder gar zurück zu ihren Eltern müsse.

Wie kann ein Vater nur so etwas äußern? Natascha Kampusch sagt zu dem Buch, dass sie erschüttert sei. Sie müsse nun viel nachdenken.

Dass das Verhältnis zwischen der jungen Frau und ihren Eltern nicht das Beste ist, ist bekannt. Zu sehr scheinen alle unter den schrecklichen Erlebnissen zu leiden. Dabei wünscht man Natascha doch nur, dass sie die schlimmen Erlebnisse verarbeiten und in Frieden leben kann.

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