Natascha Kampusch hat mit Hass und Spott zu kämpfen

Natascha Kampusch: Woher kommt der Hass?

19.02.2013 > 00:00

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Acht lange Jahre lang musste Natascha Kampusch ertragen, was sich nur wenige im geringsten vorstellen können. Sie wurde entführt, vergewaltigt und musste 3096 Tage lang mit ihrem Peiniger zusammen "leben", bis sie sich wie durch ein Wunder aus der Gefangenschaft befreien konnte.

Am 25. Februar 2013 kommt der Film "3096 Tage" in die Kinos, der in Ansätzen das erzählt, was Natascha Kampusch erlebt hat.

Nur wo kommt plötzlich der Hass gegen das eigentliche Opfer her? Bei Günther Jauchs TV-Show in der ARD ließt der Moderator Natascha Zitate vor, die in ihrer Boshaftigkeit nicht zu übertreffen sind.

"Dann rede mal, sag die Wahrheit und keiner wird sich mehr für dich interessieren. Du kannst frei leben, nur musst du dann dein Geld mit Arbeit verdienen" oder "In diversen Puffs suchen sie immer Mädchen. Erfahrung hätte sie ja".

Ein Traumaexperte nimmt sich diesem speziellen Fall von öffentlichem Hass an und erklärt das Phänomen Natascha Kampusch.

"Sie ist nicht der gebrochene Mensch, der sie aufgrund des Erlebten hätte sein können. Sie ist auch nicht verrückt, wie es viele geworden wären. Die Öffentlichkeit fremdelt mit der starken Gestalt, die hier ihr Schicksal vor sich herträgt", so Lüdke zu "Bild.de".

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