Er ist der oberste Produktioinschef für viele TV-Formate

"Newtopia": John de Mol nimmt Produzentin in Schutz

16.04.2015 > 00:00

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Wenn ein derart groß geplantes Format, dass gerade international verkauft wurde, so in die Hose geht, wie "Newtopia", dann dürfte bei den verantwortlichen die Luft brennen.

Die Produzentin, die ein schlichtendes Gespräch führte, in dem klar wurde, dass vier der Kandidaten wenige Stunden vorher Regieanweisungen erhalten haben, wurde als Sündenbock genommen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Frau Alkohol getrunken hatte und dieses Gespräch mit den Pionieren eine nicht abgesprochene Entscheidung ihrerseits gewesen sei.

Das, was die Zuschauer enttäuschte und schockierte, nämlich, dass die Pioniere Anweisungen erhalten haben, wie weiter vorzugehen sei, gehörte aber offenbar zum offiziellen Teil.

Bei so viel Aufregung um ein nahezu gescheitertes Format meldet sich dann auch der Chef mal zu Wort. "Warum genau unsere Executive Producerin dieses Gespräch führen wollte, weiß ich noch nicht. Ich werde sie am Freitag treffen. Mehr kann ich dazu nicht sagen", sagt TV-Mogul John de Mol.

"Sie hat einen Anruf bekommen, dass die Atmosphäre drohen würde, zu aggressiv zu werden. Sie hat sich sofort ins Auto gesetzt und selbst entschieden, reinzugehen. Diese Entscheidung, die impulsiv getroffen wurde, war falsch. Sie wollte vermutlich die Situation retten", nimmt er die Produzentin in Schutz.

Entgegen der Meldungen sie sei entlassen worden, gibt de Mol auch hier Entwarnung: "Es muss schon etwas Schlimmeres passiert sein als das, was wir heute wissen, um sie zu entlassen. Dafür ist sie zu lange da und ihre Fehler nicht groß genug."

Trotz allem beharrt er aber dennoch darauf: Newtopia ist kein Fake.

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