Nina Davuluri ist Miss America.

Nina Davuluri: "Miss America" wehrt sich gegen Rassismus

16.09.2013 > 00:00

© Michael Loccisano / Getty Images

Es sollte die schönste Zeit im Leben von Nina Davuluri sein. Gerade wurde die 24-Jährige zur Miss America gekürt.

Doch statt sich an ihrer Krone zu erfreuen, muss sich Nina Davuluri gegen einen wahren Shitstorm im Internet wehren. Denn Nina Davuluri hat indische Wurzeln. Damit ist sie in den Augen vieler Amerikaner keine wahre Miss America.

Viele rassistische Kommentare hat Nina Davuluri inzwischen über sich ergehen lassen müssen. "Miss America oder Miss al-Qaida?", "Das ist Amerika, nicht Indien" und "9/11 liegt vier Tage zurück und sie wird Miss America?" war nur einige der Stimmen - Rassismus pur!

Dabei kann Nina Davuluri stolz auf sich sein. Die Miss New York setzte sich gegen 52 andere Kandidatinnen durch und ist die erste Miss America mit indischer Abstammung. Ihre härteste Konkurrentin war Miss Kansas, eine blonde, blauäugige Frau; die erste, in der Geschichte, die Tattoos zeigte.

Miss Kansas wäre für die Hater die bessere Wahl gewesen: "Die liberalen Miss-America-Juroren würden das nicht sagen - aber Miss Kansas hat verloren, weil sie wirklich amerikanische Werte vertritt", so einer der Zuschauer.

Unvorstellbar, dass es tatsächlich auch in der heutigen Zeit noch solche Meinungen gibt.

Einen ganzen Tag hat Nina Davuluri geschwiegen, und die Juroren die Verteidigung übernehmen lassen. Inzwischen hat auch Miss America sich zu den Beleidigungen geäußert: "An meine Kritiker: Inderin zu sein ist nicht dasselbe wie Araber zu sein. Ich bin keine Araberin, aber wenn ich es wäre, was würde es für eine Rolle spielen?", schrieb Nina Davuluri auf Twitter.

Hoffentlich ist für sie die Sache damit erledigt und die Hater lassen von ihr ab. Schließlich ist der Titel "Miss America" der, von dem Millionen Mädchen träumen. Der Traum von Nina Davuluri ist wahr geworden und nun sollte sie das auch voll auskosten und genießen können.

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