Die Staatsanwaltschaft will ihn nicht mit 5 Jahren davonkommen lassen

Oscar Pistorius: 5 Jahre Haft, keine Bewährung

21.10.2014 > 00:00

© Getty Images

Es ist so weit. Nach fast zwei Jahren verkündet die Richterin Thokozile Masipa das Strafmaß für Paralympics-Läufer Oscar Pistorius.

Fünf Jahre soll er für fahrlässige Tötung ins Gefängnis gehen. Eine Bewährungsstrafe hielt die Richterin nicht für angemessen.

Damit kommt Pistorius, der von vielen für die Tötung an Reeva Steenkamp gar für einen Mörder gehalten wird, noch recht gut bei weg. 15 Jahre sind die maximale Strafe für fahrlässige Tötung, dementsprechend befindet er sich noch im unteren Drittel.

"Er hörte Geräusche, nahm seine Waffe, ging ins Bad. Er hatte Zeit, nachzudenken. Er traf eine bewusste Entscheidung", kommentiert die Richterin die unglaubwürdige Aussage von Pistorius. Da man ihm bei der Tötung Steenkamps aber keine gezielte Absicht nachweisen konnte, blieb es trotzdem beim Tatbestand der fahrlässigen Tötung.

Im Februar 2013 erschoss Pistorius seine Freundin durch die Badezimmertür. Er behauptete nachts aufgewacht zu sein und einen Einbrecher im Badezimmer vermutet zu haben. Statt sicherzugehen, dass es nicht seine Freundin ist, die einfach nur nachts auf Klo ging, drückte er ab.

Legt er Berufung gegen das Urteil ein, könnte er noch bis zu zwei Jahre in Freiheit Aufschub bekommen, da sich die Verhandlung vor dem obersten Gericht Südafrikas bis dahin ziehen könnte.

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