Es ist noch nicht vorbei für Oscar Pistorius

Oscar Pistorius - Der Prozess geht in Berufung

10.12.2014 > 00:00

© gettyimages

Das Urteil fühlte sich vor allem für die Familie von Reeva Steenkamp wie ein schwacher Kompromiss an. "Wir mögen nicht das Gefühl haben, dass die Gerechtigkeit siegte, aber wir werden einfach akzeptieren müssen, was die Richterin entschieden hat", sagten ihre Eltern.

Fünf Jahre Haft wegen "fahrlässiger Tötung" bekam Oscar Pistorius für die Tötung seiner Freundin. Dabei war besonders der Zusatz der Fahrlässigkeit ein großer Diskussionspunkt. Auch forderte die Staatsanwaltschaft eine längere Haftstrafe für das Vergehen.

Da die vom Richter verhängte Gefängnisstrafe selbst nicht anfechtbar ist, muss die Staatsanwaltschaft ihn wegen eines anderen Vergehens, wie zum Beispiel Totschlag oder Mord verurteilt kriegen, um ihn länger hinter Gitter zu bringen.

Nun ist der Antrag auf Berufung durch und der Fall um den Paralympics-Star wird neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft strebt eine Verurteilung wegen Mordes an.

Vor dem höchsten Gericht soll nun verhandelt werden ob er nicht doch noch 15 bis 25 Jahre im Gefängnis verbüßt.

Ganz neu aufgerollt wird der Fall jedoch nicht. Das Berufungsverfahren befasst sich vor allem mit eventuellen Fehlern in der Auslegung der Gesetze. Ob das reicht, um ein völlig neues Urteil zu erlangen?

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