Akzeptiert haben sie das Urteil zwar, doch ihr Gefühl sagt etwas anderes

Oscar Pistorius: Reeva Steenkamps Eltern über die "Ungerechtigkeit" des Urteils

22.10.2014 > 00:00

© getty

Auch wenn Paralympics-Läufer Oscar Pistorius eine tränenreiche Show bot und immer wieder darauf beharrte, dass der Tod von seiner Freundin Reeva Steenkamp ein tragischer Unfall gewesen sei, fanden viele sein Urteil zu milde. Egal ob seine schwer nachvollziehbare Version des Tathergangs stimmt oder nicht, rechtfertigt wohl nichts sein kalkuliertes Handeln.

Immerhin nahm er bewusst die Waffe und schoss mehrfach auf die Person hinter der Badezimmertür.

Für die Eltern von Reeva sind die 5 Jahre, die er für "fahrlässige Tötung" erhielt zu wenig. Verbittert sagen sie in Good Morning Britain: "Das Gesetz muss seinen Weg gehen und wir müssen akzeptieren, was geschehen ist."

Nein, Rache wollen sie nicht, doch das milde Urteil scheint für sie schwer zu ertragen. "Wir mögen nicht das Gefühl haben, dass die Gerechtigkeit siegte, aber wir werden einfach akzeptieren müssen, was die Richterin entschieden hat."

Die Worte zeigen, dass sie sich eine härtere Strafe gewünscht hätten, aber sie sehen auch, dass die Richterin nicht all zu viele Möglichkeiten hatte.

"Nur Oscar weiß, ob diese Strafe akzeptabel ist. Ich hab da meine ganz eigene Sicht der Dinge", grollt Vater Barry Steenkamp und ist mit dieser Ansicht sicherlich nicht alleine.

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