Die Staatsanwaltschaft will ihn nicht mit 5 Jahren davonkommen lassen

Oscar Pistorius: Vom Mordverdacht freigesprochen

11.09.2014 > 00:00

© Getty Images

Heute war die erste Etappe der Urteilsverkündung im Prozess gegen Oscar Pistorius. Der Paralympics-Sportler wurde vom Verdacht des Mordes freigesprochen.

Der 27-Jährige hat seine Freundin Reeva Steenkamp in der Nacht durch eine geschlossene Toilettentür in deren Wohnung erschossen. Laut Staatsanwalt hatte das Paar am Abend vor der Tat einen Streit, woraufhin Oscar Pistorius ausgerastete sei. Daraufhin habe er sie ermordet.

Er selbst betonte im Verlauf des 41-tägigen Prozesses, es sei ein Unfall gewesen. Er habe sie für einen Einbrecher gehalten und wollte sich verteidigen.

Das Gerichtsverfahren war aufgrund der Emotionalität spektakulär gewesen und wurde von Meiden und Beobachtern aus der ganzen Welt verfolgt. Heute hat die Richterin eine erste Entscheidung über die Schuld von Oscar Pistorius gefällt. "Der Angeklagte kann nicht wegen Mordes schuldig gesprochen werden", verkündete Richterin Thokozile Masipa. Als dieses Urteil verkündet wurde, brach der Angeklagte schluchzend zusammen, wie mehrere Medien berichten.

"In dubio pro reo" war der Grund für die Entscheidung: "Die Staatsanwaltschaft hat nicht ohne begründeten Zweifel bewiesen, dass der Angeklagte eines Mordes schuldig ist. Es gibt nicht genügend Fakten", so die Richterin.

Für Oscar Pistorius ist es allerdings damit noch nicht vorbei. Morgen Freitag wird darüber entschieden, ob er wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wird.

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