Wer sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den begehrtesten Filmpreis der Welt machen kann? Unsere Prognosen.

Oscars 2014: Das sind die heißesten Anwärter!

13.02.2014 > 00:00

In der Nacht vom 2. auf den 3. März ist es endlich soweit: Die Oscars werden zum 86. Mal verliehen.

Die zum einen ehrenvolle zum anderen heikle Aufgabe keine Show wird kritischer analysiert als die Oscars durch die Verleihung zu führen, übernimmt zum zweiten Mal Ellen DeGeneres.

Wenn sie die Bühne betritt, sind die Entscheidungen, wer welchen Oscar mit nach Hause nehmen darf, längst gefallen. Doch die Oscar-Statuen geben die Gewinner noch nicht preis. Die Namen der Preisträger werden erst nach der Verkündung im Backstage-Bereich des Dolby Theatres graviert.

Nach monatelangen PR-Touren von Schauspielern und Filmemachern sowie Print- und TV-Werbung sind es letztendlich nur zwölf Tage, in denen über die zukünftigen Oscar-Gewinner 2014 abgestimmt werden kann.

Im Zeitraum vom 14. bis zum 25. Februar dürfen die mehr als 6000 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ihre Kreuzchen auf die Stimmzettel setzen.

Durch die vorangegangen Preisverleihungen gibt es natürlich heiße Favoriten auf die goldenen Statuen.

In der Kategorie "Bester Film" gehen "American Hustle", "Captain Phillips", "Dallas Buyers Club", "Gravity", "Her", "Nebraska", "Philomena", "12 Years a Slave" und "The Wolf of Wall Street" ins Rennen.

Bricht man es herunter, sind es jedoch nur drei Filme, die in der Königsdisziplin miteinander konkurrieren.

Nachdem "12 Years a Slave" den Golden Globe in der Kategorie "Best Motion Picture Drama" gewinnen konnte, gilt das Historien-Drama als heißer Anwärter. Doch auch der Weltraum-Thriller "Gravity" und das 70er-Jahre-Drama "American Hustle" liegen bei den Kritikern hoch im Rennen. Es wäre eine sehr große Überraschung, wenn ein anderer Film an diesem Abend triumphieren sollte.

In den vergangenen Jahren gewannen immer Filme mit historischem Bezug. Das würde für "American Hustle" und "12 Years a Slave" sprechen. Letzterer wiegt historisch betrachtet aber schwerer, was den Ausschlag für den Gewinn machen sollte.

Bei den Regisseuren hat sich im Laufe der vergangenen Preisverleihungen ein klarer Favorit herauskristallisiert. Die Chancen, dass "Gravitiy"-Regisseur Alfonso Cuarón den Oscar gewinnt, stehen sehr gut. Na, sagen wir besser, sie stehen sehr, sehr gut.

Kommen wir zu den Schauspielern, die sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den unumstritten wichtigsten Filmpreis der Welt machen können.

Schaut man sich die vorangegangenen Preisverleihungen an, kann man sagen, dass es in jeder Kategorie einen klaren Favoriten gibt.

Als "Bester Hauptdarsteller" sind Chiwetel Ejiofer, Matthew McConaughey, Leonardo DiCaprio, Bruce Dern und Christian Bale nominiert.

Die Rolle des Aids-kranken Elektrikers "Ron Woodroof" hat Matthew McConaughey bereits den Golden Globe, den Critics' Choice und den Screen Actors Guild Award eingebracht. In den Morgenstunden (deutscher Zeit) des 3. März wird Matthew McConaughey wohl den Oscar hinzufügen können.

Als "Beste Hauptdarstellerin" sind nominiert: Amy Adams, Cate Blanchett, Sandra Bullock, Judi Dench und Meryl Streep.

Am Ende wird das Rennen Cate Blanchett machen. Mit Sicherheit. Ihr Oscar-Gewinn steht für viele Filmkritiker seit dem Kino-Start von "Blue Jasmine" fest.

Auf den Oscar als "Bester Nebendarsteller" können Barkhad Abdi, Bradley Cooper, Michael Fassbender, Jonah Hill und Jared Leto hoffen.

In dieser Kategorie wird höchstwahrscheinlich der zum ersten Mal Oscar-nominierte Jared Leto als Gewinner hervorgehen. Das beste Indiz? Er gewann für diese Rolle jeden Preis, für den er nominiert war.

Kommen wir zum weiblichen Äquivalent - die "Beste Nebendarstellerin". Nominiert sind Sally Hawkins, Jennifer Lawrence, Lupita Nyong'o, Julia Roberts und June Squibb.

In dieser Kategorie wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. Die Frage lautet: Wird Newcomerin Lupita Nyong'o oder Everybody's Darling und Vorjahres-Siegerin Jennifer Lawrence gewinnen?

Die Tatsache, dass Jennifer Lawrence bereits 2013 den Oscar für "Silver Linings" gewann und erst 23 Jahre alt ist, könnte sich negativ auf ihre Gewinn-Chancen auswirken.

Eine 23-jährige zweifache Oscar-Gewinnerin? Es ist möglich. Wir tippen aber auf Lupita Nyong'o.

Wer am Ende Gott danken, Tränen verdrücken und jubeln wird, werden wir und 224 andere Nationen in der Nacht vom 2. auf den 3. März live im TV sehen.

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