Peter Maffay: Fehldiagnose rettete sein Leben

Peter Maffay: Fehldiagnose rettete sein Leben

13.11.2012 > 00:00

Peter Maffay gehört zu den erfolgreichsten deutschen Musikern - ein paar Dämonen musste der Musiker im Laufe seines Lebens dennoch austreiben. Der "Tabaluga"-Erfinder schaute jetzt in einem Interview mit der "Zeit" auf sein Leben als Musiker zurück und macht auch vor weniger schönen Kapiteln seiner Karriere keinen Halt, wie etwa seinem Alkoholproblem: "Meine Exzesse waren der Versuch auszuloten, wie weit ich gehen konnte, wenn ich jahrelang zwei Flaschen, manchmal auch drei Flaschen Whisky am Tag trank. Zunächst war es eine Gewohnheit", gesteht Maffay, "dann aber auch Mittel zum Zweck, sich von Konventionen zu lösen und sie zu durchbrechen. Es war eine Illusion", sieht der Musiker mittlerweile ein. So selbstzerstörerisch der Griff zur Flasche auch war, erst die Angst vor einer lebensbedrohlichen Krankheit konnte den 63-Jährigen von seiner Sucht befreien: "Die Alarmglocke ging aber erst richtig an, als ein Arzt mir mitteilte, dass ich Krebs hätte. Da dachte ich, okay, das war es dann, das ist jetzt die Quittung für 80 Zigaretten am Tag, kaum Schlaf und viel Alkohol", erinnert sich Maffay. Der Sänger hatte Glück und es handelte sich nur um eine Fehldiagnose, doch der Schock brachte die nötige Kraft, sein Leben zu verändern: "Es war nur ein Virus, der dank Medikamenten innerhalb von 14 Tagen einfach verschwand. Glück gehabt. Da dachte ich mir, das ist deine Chance." © WENN

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