Ein erster Etappensieg für die Verteidigung von Conrad Murray

Prozess gegen Conrad Murray: Michael Jackson bettelte um Propofol

10.10.2011 > 00:00

© Getty Images

Michael Jackson († 50) soll um Propofol gebettelt haben! Das sagte der behandelnde Arzt Conrad Murray vor zwei Jahren, nur wenige Tagen nach dem Tod des Popstars, vor der Polizei aus. Im Prozess gegen den ehemaligen Leibarzt wegen der fahrlässigen Tötung von Michael Jackson wurden nun Tonbandaufnahmen dieser Aussage angehört.

Conrad Murray, der ehemalige Leibarzt von Michael Jackson, sagt auf dem Tonband aus, der Popstar habe um "seine Milch" gebettelt. Damit sei das Narkosemittel Propofol gemeint gewesen. Dieses starke Narkosemittel wird für gewöhnlich nur in Krankenhäusern vor Operationen verwendet. Michael Jackson aber soll das Mittel regelmäßig verlangt und von anderen Ärzten auch bekommen haben.

Außerdem erzählte der Arzt, er habe gut auf Michael Jackson aufgepasst, nachdem er ihm in der Todesnacht Medikamente gegeben hatte. Er sei lediglich einmal auf die Toilette gegangen und hätte nach seiner Rückkehr den Popstar leblos vorgefunden.

Diese Version der Vorgänge in der Nacht, in der Michael Jackson starb, widerspricht aber den anderen Aussagen aus dem Prozess. Eine Freundin von Murray sagte aus, er habe ungefähr 45 Minuten mit ihr telefoniert. Auch ein Sanitäter sagte aus, dass Michael Jackson schon lange tot gewesen sein muss, als der Notruf einging.

Welcher Version die Geschworenen glauben, werden wir in etwa drei Wochen erfahren. So lange soll der Prozess noch andauern.

Die bisherigen Prozesstage:

Prozessbeginn

Bodyguard sollte Spuren verwischen.

Murray bestellte 15 Liter Propofol.

Murray hat der Notärztin wichtige Infos nicht weiter gegeben.

Murrays Freundin sagt aus.

Tonbandaufnahmen von Michael Jackson

Die Ermittler geben Fehler zu

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