Quentin Tarantino hat sich über "drei verfi**te Schauspieler" aufgeregt.

Quentin Tarantino: Ausraster wegen geklautem Drehbuch

23.01.2014 > 00:00

© Getty Images

Die Wutausbrüche des Quentin Tarantino sind legendär.

Wenn dem 50-jährigen Regisseur etwas nicht passt, dann sagt er es. Oder besser: Er redet sich in Rage.

Neuestes Beispiel ist ein Interview mit "Deadline", in dem er sich maßlos über die ungewollte Veröffentlichung seines Drehbuchs zu "The Hateful Eight" aufregt.

Der Ensemble-Western sollte eigentlich im Winter 2015 gedreht werden. Eigentlich.

"Ich bin sehr, sehr deprimiert. Ich habe ein Drehbuch fertiggestellt, einen ersten Entwurf, und ich wollte den Film nicht vor dem nächsten Winter, ein Jahr von heute, drehen. Ich habe es sechs Leuten gegeben und offensichtlich ist es heute veröffentlicht worden", berichtet Quentin Tarantino.

Und er nennt Namen.

"Ich habe es Reggie Hudlin, einem der Produzenten von "Django Unchained" gegeben und er ließ einen Agenten in sein Haus kommen und es lesen. Das ist ein Betrug, aber kein lähmender, weil der Agent das Script nicht behielt. Es bleibt am Ende aber eine hässliche Böswilligkeit. Ich habe es drei Schauspielern gegeben: Michael Madsen, Bruce Dern, Tim Roth. Derjenige, von dem ich weiß, dass er es nicht war, ist Tim Roth. Einer der anderen ließ es seinen Agenten lesen und der hat es mittlerweile überall in Hollywood verteilt", so der 50-Jährige.

Quentin Tarantino war damit aber noch nicht fertig und wurde noch ein bisschen deutlicher - und wütender.

"Ich habe es drei verfi**ckten Schauspielern gegeben. Wir trafen uns, ich gab es ihnen. Reggie Hudlins Agent hatte nie eine Kopie. Es muss also entweder der Agent von Dern oder Madsen gewesen sei. Bitte nennt Namen", fordert der Oscar-Preisträger

Und weil das Drehbuch nun schon im Umlauf ist, hat sich der verärgerte Tarantino gegen eine Verfilmung entschieden. Stattdessen will er die Geschichte als Buch veröffentlichen und in den kommenden fünf Jahren entscheiden, ob es einen Film geben soll oder nicht.

Und weil Quentin Tarantino schon gut in Fahrt war, erwähnte er noch einmal, worum es ging.

"Ich habe es sechs verf**ckten Personen gegeben und wenn ich ihnen nicht trauen kann, dann habe ich auch keine Lust es zu machen. Ich werde es verlegen. Ich bin fertig. Ich ziehe zum nächsten Projekt weiter. Da wo das herkam, warten noch zehn weitere."

In Hollywood wird es wohl eine Person geben, die jetzt ein bisschen unruhig werden dürfte...

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