Quentin Tarantino dreht nicht für Kritiker

Quentin Tarantino dreht nicht für Kritiker

19.12.2012 > 00:00

Quentin Tarantino hat es Zeit seines Lebens nicht eingesehen, seine Filme den sozialen Normen anzupassen - der Regisseur hält es für seinen Job, die Kritik zu ignorieren. Der "Django Unchained"-Regisseur, der mit "Reservoir Dogs" 1992 sein Regiedebüt gab, hört nicht auf Kritiker, die die oft harsche Sprache und Gewalt in seinen Filmen verbieten wollen. Der 49-Jährige erklärt jetzt gegenüber dem "Hollywood Reporter", dass er seine Filme nicht dem Druck von außen anpasst: "Kein einziges sozialkritisches Wort zu meinen Filmen hat mich jemals dazu gebracht, mein Script oder die Story auf irgendeine Weise abzuändern", erklärt Tarantino resolut. Er sei sich sicher in seinen Entscheidungen, so der Drehbuchautor: "Ich glaube an das, was ich tue, mit ganzem Herzen und es ist mein Job, Kritik zu ignorieren." Jamie Foxx, der in Tarantinos aktuellem Western-Film "Django Unchained" die Rolle eines Sklaven spielt, hält es zudem für besser, wenn ein Film die Gemüter erhitzt: "Wann hat man denn das letzte Mal über einen Film diskutiert? Er hat Wunden aufgezeigt und dabei auch noch die Leute unterhalten", meint Foxx und spricht dabei auch auf den Humor der teils drastischen Filmszenen an: "Wenn man Don Johnson dabei zusieht, wie er das 'N'-Wort sagt und das ganze diesen Tarantino-Vibe hat, dann muss man einfach lachen." Und damit steht der Schauspieler anscheinend nicht alleine da: "Ich habe den Film mit einem weißen, einem gemischten und einem schwarzen Publikum gesehen und jedes Mal haben die Leute gelacht", erklärt er. © WENN

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