Emotionales Wiedersehen: Dieter Bohlen und Rainer Felsen

Rainer Felsen: Das ist der Mann, der Dieter Bohlen zum Weinen brachte

29.09.2013 > 00:00

© RTL/Stefan Gregorowius

Durchschnittlich rund 4,8 Millionen Zuschauer wurden gestern Abend Zeuge eines beinahe fernsehhistorischen Moments: Castingshow- und Pop-Titan Dieter Bohlen (59) kullerten vor den Augen seiner staunenden Jury-Kollegen und einem überraschten Publikum Tränen der Rührung über das gebräunte Gesicht.

Grund: RTL hatte seinem Chef-Juroren klammheimlich einen ganz besonderen Kandidaten in die Auftaktsendung der siebten "Supertalent"-Staffel gemogelt Rainer Felsen (70), seines Zeichens Musikproduzent und Entdecker von Dieter Bohlen.

Felsen war es, der als Inhaber einer kleinen Produktionsfirma in Hamburg Dieter Bohlen vor rund 40 Jahren seinen ersten Job in der Musikbranche verschaffte. Bohlen gegenüber der "Bild": "Ich habe Rainer unendlich viel zu verdanken. Für alle anderen war ich nur ein Fuzzi. Er hat mit mir mein erstes Demo aufgenommen, meinen ersten Plattenvertrag besorgt. Und das obwohl ich damals so gruseliges englisches Zeug gesungen habe."

Felsen arbeitete damals u.a. mit Klaus und Klaus zusammen, zeichnete sich für deren größten Hit "An der Nordseeküste" verantwortlich. Nachdem Bohlen bei etlichen anderen Plattenfirmen abgeblitzt war, sah Felsen in ihm Potential, gab ihm eine Chance und half ihm, in der Branche Fuß zu fassen. Warum, weiß er noch heute ganz genau an seiner Stimme jedenfalls lag es nicht. Felsen zur "Bild": "Der Gesang am Anfang war nun ja. Aber sein Ehrgeiz hat mich fasziniert. Deshalb habe ich ihm eine Chance gegeben."

Und Bohlen weiß genau, was er seinem Entdecker zu verdanken hat: "Wärst du nicht gewesen, dann würde ich heute vielleicht Torf stechen."

Das von Rainer Felsen performte Klarinetten-Medley rückte angesichts der Rührung ob des unerwarteten Wiedersehens in den Hintergrund. Trotzdem: Bruce Darnell, Lena Gercke und Dieter Bohlen stimmten für Felsens Einzug in die nächste Runde. Bohlen: "Von mir kriegst du alle 'Jas', die ich in meinem Herzen habe." Eins ist also sicher: Dieses Mal werden keine drei Jahrzehnte vergehen müssen, bis sich Dieter Bohlen und sein Entdecker wiedersehen.

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