Erneute Quoten-Katatrophe bei "Rising Star"

Rising Star: Shitstorm nach Kandidaten-Revolte

31.08.2014 > 00:00

© RTL / Stefan Gregorowius

Schwacher Auftakt, schlechte Kritiken - und jetzt rebellieren auch noch die Kandidaten! RTLs neue Musikshow "Rising Star" entwickelt sich zum Megaflop.

Nachdem bereits die erste Ausgabe der neuen Castingshow bei Zuschauern und Kritikern auf wenig Begeisterung gestoßen war, bot auch die zweite "Rising Star"-Sendung keine nennenswerten Höhepunkte - bis kurz vorm Schluss. Als die letzten Kandidaten des Abends, das Duo Micky & Gustavo, bei Jury und Publikum durchfielen, machten die ihrem Ärger freie Luft: "Wahrscheinlich werde ich in Zukunft nur noch Songs singen, die mir gefallen", so Gustavo.

Fragende Gesichter bei Jury und Publikum. Diesen Moment hatte RTL so ganz sicher nicht geplant. Die offenbar selbst ahnungslosen Juroren sprachen die Kandidaten auf ihre Bemerkung bezüglich der Songauswahl an, erkundigten sich, ob diese sich das Lied nicht selbst hätten aussuchen können. "Das war kein Song, den wir auf der Liste hatten", so die Antwort der Kandidaten.

Vor laufenden Kameras entwickelte sich eine Diskussion zwischen Moderator, Jury und Kandidaten. Rainer Maria Jilg erklärte, den Kandidaten werde eine "musikalischer Leiter" zur Seite gestellt, der sie bei der "Auswahl der Songs" beraten würde. Jurorin Anastacia zeigte sich empört, stellte sich vor die Kandidaten: Man könne die Künstler in so einer Sendung nicht verbiegen. Micky & Gustavo ruderten zurück, erklärten, "Rising Star" sei schon eine "coole Show" - alles gut. Oder?

Von wegen: Im Netz braute sich während des peinlichen Zwischenfalls ein massiver Shitstorm zusammen, auf Twitter und Co. forderten die Zuschauer eine Erklärung seitens RTL. User Chris schreibt: "Ich vermute mal, damit hat sich #risingstar für RTL erledigt. Das Vertrauen ist dahin, und die Quoten sinken weiter. Überall Lug und Trug." Auch auf der Facebook-Seite der Show ließen die User ihrem Unmut freien Lauf, brachten den Sender in Erklärungsnot. Nach dem Ende der Show postete RTL deshalb Videos, in denen sich die Kandidaten zur Songauswahl äußern - erneut ein Eigentor. "Man muss kein Profi sein, um zu sehen, dass die zwei sich mit ihrer Aussage nicht wohlfühlen", schreibt Userin Petra unter eines der Videos. "Armselig von RTL! Schade, dass dort weiterhin Talente verheizt werden."

Bitter für den Kölner Sender: Die zweite Show endete nicht nur in einem Eklat, sondern auch mit miserabler Quote. Nur 1,75 Millionen Zuschauer schalteten ein, rund eine halbe Million weniger als noch am Donnerstag.

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