Er hat es geschafft seine Morde ausversehen zu gestehen

Robert Durst: Millionär gesteht dreifachen Mord in Dokumentation

17.03.2015 > 00:00

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Es ist eine Geschichte, wie aus einem Thriller. Ein prominenter Mörder, der nie überführt werden konnte, gesteht diese ausversehen in einer Dokumentation.

Man konnte ihm drei Morde, die 1982 geschehen waren, bis heute nicht nachweisen. Obwohl sich die Ermittler sicher waren, dass Multimillionär Robert Durst erst seine damalige Frau Kathleen (1982), später seine Freundin Susan Berman (2000) und dann den Obdachlosen Morris Black (2001) umbrachte, konnte man ihm keinen der Morde nachweisen. Zwar war klar, dass er Black tötete, doch konnte er sich mit "Notwehr" herauswinden.

Er landete immer wieder vorübergehend in Untersuchungshaft und saß drei Jahre wegen der Tötung von Black, doch blieb er insgesamt ein freier Mann.

Der US-Sender HBO drehte eine sechsteilige Dokumentation über Durst, sein Leben und die ominösen Kriminalfälle. Robert Durst willigte ein, dem Sender mehrere Interviews für "The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst" zu geben.

Das letzte Interview, das seine Seite der Geschichte erzählen sollte,wurde 2012 gefilmt. Nach einer längeren Sitzung ging Durst auf Klo und führte ein folgenschweres Selbstgespräch.

"Da hast du's, sie haben dich erwischt. Was für ein Desaster", murmelte er auf Klo und ahnte nicht, dass sein Mikro noch an war. Er geriet im Interview unter Druck, da Dokumentarfilmer Andrew Jarecki ihn mit neuen Indizien konfrontierte. "Was zum Teufel hast du getan?", murmelt er weiter auf Toilette und beantwortet sich seine Frage selbst: "Du hast sie alle umgebracht, natürlich!"

Erst Jahre später beim Schnitt des Materials wurde dieses Selbstgespräch entdeckt und an die Behörden weitergereicht. Mittlerweile konnte der flüchtige Immobilien-Mogul geefasst werden und sieht sich nun erneut der Mordanklage gegenüber. Verhaftet in Kalifornien für den Mord an seiner Freundin Susan Berman könnte der 71-Jährige nun sogar die Todesstrafe erhalten.

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