Sie hat die dreckigste Lache von allen...

Roseanne Barr: Alles versucht, doch nichts kam "Roseanne" gleich

28.04.2013 > 00:00

© Kevin Winter / Getty Images

Mit ihrem Erfolg ist es fast wie mit ihren Kilos. Der Erfolg von Roseanne Barr kommt und geht.

Zwar kennt fast jeder die Schauspielerin und Komikerin Roseanne Barr, doch ihr Karriere-Hoch ist und bleibt die Erfolgsserie "Roseanne". Ihr Name war Programm und die Serie wurde über neun Jahre international ausgestrahlt.

Roseanne Barr ist kein einfacher Mensch.

Mit ihrer Familie ist sie verstritten, warf ihren Eltern einst sogar sexuelle Misshandlung vor. Ihre Schwester war Roseannes Managerin, bis sie sie fristlos entließ. Mit 19 bekam Roseanne eine Tochter, gab diese aber zur Adoption frei, erst 18 Jahre später trafen sich Mutter und Tochter zum ersten Mal. Kurze Zeit später, nach der Geburt ihres erstens Kindes, heiratete Roseanne und bekam drei weitere Kinder. Die heute weltweit bekannte Komikerin fing sehr klein an. Sie war Schaufenster-Dekorateurin und Kellnerin, doch dank ihrer schnellen Auffassungsgabe, ihrem direkten Humor und ihrer äußerst dreckigen Lache begann Roseanne als Stand-up Comedian aufzutreten und erlangte schnell eine lokale Bekanntheit und einzelne Fernsehauftritte. So brachte sie es später zu einer eigenen Show, der "Roseanne Barr Show".

Ihre Marktlücke war schon damals das Verkörpern der typischen, klischeehaften US-amerikanischen Hausfrau der Arbeiterklasse. Genau diese Rolle, die ihr in Fleisch und Blut übergegangen ist, sollte ihr zu einer Art Welterfolg verhelfen in Form von "Roseanne". Von Anfang an arbeitete Roseanne an der Produktion, der Regie und dem Schreiben des Drehbuchs intensiv mit.

Sie hatte nun mal ganz genaue Vorstellungen wie die, von ihrer Comedy-Rolle inspirierte, Show auszusehen hatte.

Die Serie soll teilweise an ihrer eigenen familiären Geschehnisse angelehnt sein.

Während der Anfänge von Roseanne, gelang ihr der Sprung nach Hollywood, in dem sie an der Seite von Meryl Streep in dem Film "Die Teufelin" mitspielte. Im Laufe ihrer Karriere folgten noch ein paar Haupt- und Nebenrollen, doch keine war so erfolgreich wie die "Die Teufelin".

Nach dem Beenden der Ära von "Roseanne" versuchte sich Roseanne Barr in verschiedensten beruflichen Feldern. Sie trat in Unterhaltungsshows auf, moderierte größere Events, drehte und produzierte weitere Comedy-Shows. Doch einfach rein gar nichts kam dem Erfolg von "Roseanne" nahe.

Mitte der neunziger Jahre gewann sie sogar den Emmy und den Golden Globe für die Rolle ihres Lebens. Roseanne heiratete 1990 und 1995 noch zwei mal, doch leider hielt keine ihrer drei Ehen. Aus der dritten ging jedoch noch ein Sohn hervor. Doch das letzte was man mit der stämmigen Roseanne in Verbindung bringen würde, wäre definitiv Politik. 2011 überlegte sie sich, sich für die Präsidentenwahl zu bewerben, doch sie bekam nicht genug Stimmen um zu kandidieren.

Wer Roseanne Barr kennt, weiß dass sie sich von so was nicht unterkriegen lässt. Nach wie vor ist sie politisch aktiv und setzt sich für die Gleichstellung von Homosexuellen, die Legalisierung von Marijuana und eine Änderung des Bankensystems ein. Sie findet, dass die Menschheit durch zu viele Regeln nach wie vor "versklavt" ist. In ihrer Freizeit raucht sie selbst gerne mal einen Joint, sie wird dabei ganz still und meditativ, wie sie sagt.

Heutzutage ist Roseanne als Komikerin und Kritikerin sehr aktiv, vor allem auf ihrer Homepage und dem dazugehörigen Blog präsentiert sie ihre neusten witzigen Gedankengänge. Schade nur, dass es zu dem geschriebenen Wort keinen Sound gibt, denn wer mal wirklich ein Fan der stämmigen Roseanne ist, der vermisst einfach ihre dreckige, laute Lache, die vor jeder Sendung zu hören war. Nach wie vor spielt sie Nebenrollen in Filmen und leistet Gastauftritte in anderen Serien. Aktuell spielt sie bei "The Office" mit.

Ein Leben lang wird Roseanne die Rolle als "Roseanne" ausmachen, doch man könnte es ja durchaus schlechter treffen, schließlich war sie die etwas primitive aber liebenswerte Mutter von mindestens einer Generation.

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