Sänger Patrice bereut Teilnahme an "Band Aid 30"

Sänger Patrice bereut Teilnahme an "Band Aid 30"

26.11.2014 > 00:00

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Sänger Campino von den Toten Hosen hatte innerhalb kürzester Zeit 30 deutsche Stars zusammengetrommelt, um eine deutsche Version des Charity-Songs "Do they know it's Christmas" aufzunehmen. Die Einnahmen sollen zur Bekämpfung von Ebola eingesetzt werden und so konnten sich Ina Müller, Silbermond, Adel Tawil und Co für die musikalische Spendenaktion begeistern. Eigentlich eine feine Sache, die Bob Geldof vor vielen Jahren als "Band Aid" ins Leben gerufen hat.

Doch das sehen nicht alle so. Sänger Patrice, der ebenfalls für die Aufnahme der deutschen Version ins Tonstudio kam, erklärte nun in einem Statement auf seiner Facebook-Seite, warum "Band Aid" durchaus Gründe für Kritik liefert. Denn insbesondere das fragwürdige Video zum Song, scheint auf pure "Effekthascherei" abzuzielen. Der Kölner Sänger bereut mittlerweile seine Teilnahme an dem Projekt, die "wohl überstürzt war".

Besonders die ersten Sekunden des Videos sorgen bei dem Musiker, der selbst viele Kontakte nach Sierra Leone pflegt, wo Ebola besonders stark grassierte, für Empörung: "Ich bin (...) schockiert über die Anfangssequenz des Videos. Man hatte mir zugesichert, dass sie rausgeschnitten wird. Die Würde der darin gezeigten Frau wird vollkommen missachtet." Für ihn gleiche diese Machart einem "Charity Porn".

Auch Ideengeber Bob Geldof steht im Mittelpunkt der Kritik. Der britische Musiker übe öffentlichen Druck auf Künstler aus, sich an "Band Aid" zu beteiligen. Dabei findet Patrice: "Manche Künstler ziehen es halt vor, in aller Stille zu helfen. Und wenn jemand sich gar nicht engagieren möchte, dann ist wohl selbst das sein/ihr gutes Recht." Auch wenn die Motive für die Charity-Aktion lobenswert sind, so rechtfertigen sie eben nicht jedes Mittel. Vielleicht konnte Patrice mit seiner Kritik, den ein oder anderen zum Nachdenken anregen...

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