Sean Penn: Schauspieler machen zu viel Werbung

Sean Penn: Schauspieler machen zu viel Werbung

03.01.2013 > 00:00

Sean Penn hat keinen Respekt vor Kollegen, die sich lieber dem schnöden Mammon hingeben - Kommerzialisierung ruiniere das Filmgeschehen, so der Schauspieler. Der "Cheyenne - This Must Be the Place"-Schauspieler hat wenig Verständnis für Filmkollegen, die Werbeverträge abschließen und ausschließlich Blockbuster drehen, wie er jetzt der britischen Zeitung "The Guardian" verrät: "Wenn Leute sich selbst als Instrumente in einem kommerziellen Hype nutzen, dann helfen sie dabei, dass genau das alles übernimmt", regt sich Penn auf. "Als ich groß geworden bin, und jemand wie Robert De Niro hat einen Film veröffentlicht, dann war das ein kulturelles Ereignis, weil er einfach so viel Selbstbewusstsein hatte und es war so intim", erinnert sich der 52-Jährige. "Und so wenig dieser Intimität ist noch übrig geblieben, es ist kein Wunder, dass die ganzen Beziehungen nur noch auf SMS und Kurznachrichten basieren." Dass auch das Filmbusiness an diesem Umstand Schuld ist, sieht Penn ein, trotzdem fällt es ihm schwer, Schauspieler zu respektieren, die sich mit Werbeverträgen eindecken: "Ich glaube einfach, dass der Anspruch generell sehr niedrig ist. Und meistens machen sie einfach ein paar furchtbare Filme, die viel Geld einnehmen. Und ich gebe ihnen genauso viel Schuld, wie dem Geschäft. Ich weiß, dass jeder einfach etwas Geld verdienen will, jeder hat einen Model-Vertrag, verkauft Schmuck oder Parfums", bedauert der Oscar-Gewinner den Zustand des Filmgeschäftes. Gegen Blockbuster habe er nichts, verrät Penn, "aber die Filme, die ich mag, bei denen ist es offensichtlich, dass man sich die Zeit genommen hat, die Charaktere, Witze und den Plot zu entwickeln. Verschwende nicht meine Zeit und beleidige mich mit einem Film, so sehe ich das." © WENN

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