Die Papiertüte trug er auch zur Berlinale

Shia LaBeouf wurde vergewaltigt

28.11.2014 > 00:00

© gettyimages

Wenn ein Mann davon spricht, von einer Frau vergewaltigt worden zu sein, ruft das erst mal unweigerlich Stirnrunzeln hervor. Doch Shia LaBeouf meint seine Anschuldigungen ernst. Dem "Dazed"-Magazin schrieb er eine E-mail, in der er den Vorfall erklärt.

Für ein Kunstprojekt saß LaBeouf dieses Jahr mit einer Papiertüte über dem Kopf in einem Raum einer Kunstgalerie. Er saß auf einem Holztisch und Besucher konnten mit Gegenständen, die darauf lagen, mit ihm interagieren. Darunter befand sich auch eine Peitsche, die eine Besucherin exzessiv benutzte.

Zehn Minuten lang soll sie ihn damit gepeitscht und dann ausgezogen haben.

"Dann vergewaltigte sie mich. Jeder konnte es sehen, als sie mit zerzausten Haaren und verschmiertem Lippenstift ging. Es war nicht gut für mich, und auch nicht für ihren Mann", berichtet Shia in dem Email-Interview.

Der Mann habe draußen gestanden, genauso wie Shias Freundin Mia Goth, die ihn direkt darauf zur Rede stellte. "Als meine Freundin eine Erklärung verlangte, konnte ich nicht reden. Wir saßen einfach nur da und dachten an dieses unerklärliche Trauma", erklärt er.

Das klingt sehr dramatisch, aber es wirft auch jede Menge Fragen auf. Warum ist er nicht nach draußen geflüchtet? Warum hat er nicht nach Hilfe geschrien? Und warum ging er nicht zur Polizei?

Schon die Art des Interviews selbst mutet wie ein Kunstprojekt an sich an. Er führt es via Email und dann wurde ein einstündiges Schweigevideo von ihm und der Reporterin dazu gedreht.

Es ist nicht das erste Mal, dass LaBeouf durch absurde Aktionen und merkwürdige Äußerungen auf sich aufmerksam macht.

Lieblinge der Redaktion