"Titanic" war Gwyneth Paltrow zu schnulzig. So bekam Kate Winslet die weibliche Hauptrolle. Nach dem Welterfolg ärgter sich Gwyneth schwarz, dass sie nicht dabei war. Typischer Fall von: dumm gelaufen!

Sie haben ihre große Chance verpasst

30.06.2009 > 00:00

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Manche Hollywood-Stars haben Rollen abgelehnt, die anderen den großen Ruhm einbrachten. Hier stellen wir die größten VIP-Pechvögel vor!

1.) Lara Flynn Boyle ärgert sich noch heute
"Ich erinnere mich noch gut an Tage, an denen ich meinen Agenten viermal anrief, um ihn zu fragen, ob ich jemals einen Job kriegen werde", sagt Lara Flynn Boyle. Dann bot man ihr die Hauptrolle in "Sex and the City" an, aber sie sprang in letzter Sekunde ab, weil sie nicht an den Erfolg der Serie glaubte. Sarah Jessica Parker übernahm − und kassierte als Carrie zwei Emmys und vier Golden Globes! "Ich könnte diese Rolle ewig spielen", schwärmt die Schauspielerin. "Sie hat mein Leben total verändert." Und Lara? Die wartet noch immer auf den Weltstar−Ruhm und hasst es: "Ich möchte unbedingt richtig berühmt sein! Welche Schauspielerin will das denn nicht?"

2.) Gwyneth Paltrow fand das Drehbuch blöd
Mit 25 Jahren gingen schon 21 Filme auf ihr Konto. Da hatte sie es nicht nötig, auch noch in "Titanic" mitzuspielen. Deshalb ließ Gwyneth Paltrow 1997 den Regisseur James Cameron abblitzen: "Mir gefällt das Drehbuch nicht!" All seine Überredungsversuche scheiterten, Gwyneth blieb hart: "Wichtig ist, dass du die Rolle liebst und das tue ich nicht." Das hieß: Vorhang auf für Kate Winslet − und die wurde zum Star im erfolgreichsten Film aller Zeiten. Um die Rolle zu bekommen, hatte sie sich richtig ins Zeug gelegt: Als der Regisseur unterwegs war, rief sie ihn auf dem Autotelefon an, zwang ihn, rechts ranzufahren und bequatschte ihn: "Nur ich komme für die Rolle infrage. Sie sind verrückt, wenn sie mich nicht nehmen."

3.) Ewan McGregor: Sein Agent fand die Rolle unpassend
Auch Berater liegen mal daneben! Ewans McGregors Agent riet ihm davon ab, die Hauptrolle in "Matrix" anzunehmen. "Ich hätte diesen Film wirklich gern gemacht", sagt Ewan jetzt und ärgert sich. Denn "Matrix" spielte schon am ersten Wochenende 81 Millionen Euro ein. Für Keanu Reeves war die Trilogie der Durchbruch: "Ich bin so dankbar, immer mehr Rollen angeboten zu bekommen", so der Schauspieler. Aber auch finanziell sah's nach dem Mega-Erfolg rosig aus: "Es ist beruhigend zu wissen, dass ich bis an mein Lebensende ausgesorgt habe." 28 Millionen Euro landeten nämlich durch den Kino-Hit auf Keanus Konto: "Das hat mich für Monate zum Lächeln gebracht."

4.) Bei Pamela Anderson scheiterte es an der Haarfarbe
Die Rolle der Susan in "Desperate Housewives" wäre fast Pamelas gewesen. Doch die sagte ab: "Ich sollte mir die Haare dunkel färben, also habe ich Nein gesagt!" Und bereut es heute bitter: "Ich könnte mir immer noch in den Hintern treten." Teri Hatcher ergatterte die Rolle − allerdings mit unlauteren Mitteln: "Ich habe dreimal vorgesprochen und dem Produzenten selbst gebackene Kekse mitgebracht", erzählt sie. "Als arbeitslose Schauspielerin musst du eben alle Register ziehen." Es hat sich gelohnt, denn die Serie wurde ein Mega−Erfolg − in Amerika verfolgen jede Woche 30 Millionen Zuschauer die Skandale in der Wisteria Lane!

5.) Meg Ryan war die Rolle zu schlüpfrig!
"Nein danke, das ist mir wirklich zu gewagt." Mit diesen Worten lehnte Meg Ryan die Hauptrolle in "Pretty Woman" ab. Julia Roberts schlug zu − und kassierte 1990 dafür sogar einen Golden Globe! Die Rolle der sympathischen Prostituierten hängt Julia noch heute an − aber das sieht sie eher als Auszeichnung: "Wenn mich Leute nur als ,Pretty Woman' im Gedächtnis behalten wollen, soll's mir recht sein. Ich kann mir wirklich schlimmere Bezeichnungen vorstellen." Meg bewies danach übrigens noch zweimal ein unglückliches Händchen bei der Rollenwahl: "Ghost" und "Basic Instinct" sagte sie auch ab...

6.) Daniel Day-Lewis wollte keine Tabus brechen
Daniel Day-Lewis hatte den Vertrag schon fast in der Tasche. Dann entschied er sich in letzter Minute doch dagegen, die Rolle des schwulen Anwalts in "Philadelphia" zu übernehmen. "Viel zu heikel", fand er. Tom Hanks war da wesentlich entspannter − und gewann für die Rolle 1993 den Oscar. Für ihn war dieser Job ein echter Befreiungsschlag: "Vorher hätte mir keiner zugetraut, in dramatischen Rollen zu bestehen", sagt Tom. Bei der Filmwahl vertraut er seitdem auf seine Frau: "Rita liest alle Drehbücher und liegt damit goldrichtig. Ich hatte nicht einen einzigen Flop."

7.) Emma Thompsons Absage im Doppelpack
Emma wollte die Rolle in "Basic Instinct" nicht. Zu verrucht! Und auch Kim bewies mit ihrer Absage kein gutes Gespür: "Ich habe viele Angebote abgelehnt, von denen ich dachte: Dieser Film wird definitiv floppen und keinen Cent einspielen", gesteht sie. Später bereute sie es bitter, die Hauptrolle in dem Kassenmagneten ausgeschlagen zu haben. "Das ist nur eines von vielen Beispielen, aber es sagt doch schon genug über meine Urteilsfähigkeit aus."

8.) David Hasselhoff lag gleich dreimal daneben
"Eigentlich sollte ich Superman spielen", sagt David Hasselhoff. "Aber ich habe dummerweise in letzter Minute abgesagt." Darüber ärgert sich der Schauspieler noch heute, denn der Film machte seinen Kollegen Christopher Reeve zum Weltstar. Auch danach musste David noch Niederlagen einstecken: Er war für "Indiana Jones" im Gespräch. Und für den "Knight Rider"−Film wollte man ihn auch nicht besetzen...

9.) Das Filmende war Michelle Pfeiffer zu ungerecht
"Das Drehbuch hat mich nicht überzeugt", sagt Michelle Pfeiffer. ",Schweigen der Lämmer' habe ich abgelehnt, weil ich es als Gewaltverherrlichung empfand, dass der Serienkiller am Ende gewinnt." Gut für Zweitbesetzung Jodie Foster, denn die wurde damit zum Superstar: "Nach dem Film konnte ich mir alle Rollen aussuchen."

10.) Johnny war Val Kilmer zu sexy
"Mein Baby gehört zu mir." Diesen berühmten Satz aus "Dirty Dancing" hätte eigentlich Val Kilmer sprechen sollen. "Den Film habe ich wegen der Sexszene nicht gemacht", sagt er. "Ich glaube, dass man so etwas nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit der Seele spielt." Gut für Patrick Swayze. Denn der wurde mit dem Film 1987 nicht nur Superstar, sondern auch gleich noch Hollywoods neues Sex−Symbol. "Ich war mit Leib und Seele bei der Sache dabei", sagt Patrick über die Dreharbeiten. Und noch heute ist er stolz auf diesen Kultfilm: "Dirty Dancing hat Fans über drei Generationen gewonnen. Das schaffen nicht viele Streifen."

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