Silva Gonzalez hofft auf eine Dschungel-Romanze

Silva Gonzales erzählt von seinem Alltag in der Psychiatrie

11.01.2014 > 00:00

© RTL / Stefan Gregorowius

Vor rund einem Jahr stand Silva Gonzales (34) Abend für Abend als aufgedrehter Dschungel-Spaßvogel im Fokus eines Millionenpublikums. Bei "Ich bin ein Star Holt mich hier raus!" fiel der "Hot Banditoz"-Sänger als nimmermüdes Duracell-Häschen auf, hielt seine Camp-Mitbewohner ständig auf Trab. Schlechte Laune? Fehlanzeige. Umso überraschender schien Anfang Dezember vergangenen Jahres die traurige Meldung, der Sänger habe sich in die Psychiatrie einweisen lassen. Der Grund: Depressionen, Alkoholsucht, Angstzustände.

Mittlerweile befindet sich Gonzales auf dem Wege der Besserung, sprach mit der Bild über seinen Alltag in der Asklepios-Klinik in Hamburg: "Ich werde hier hervorragend betreut. Es sind total viele junge Leute hier zwischen 18 und 30, darunter sehr hübsche Mädchen. Nett, intelligent, aber seelisch krank und ich mittendrin."

Der Alltag in der Klinik: Straff durchgeplant. Vom Frühstück um 7:45 bis zum Abendessen um 18:00 Uhr sind die Patienten voll eingespannt. "Nach dem gemeinschaftlichen Frühstück bekomme ich um 8 Uhr meine erste Pille", berichtet Silva. "Dann habe ich Einzel- und Gruppentherapien. Zum Beispiel Ton- und Holzarbeiten, Ergotherapie, Salsa-Tanz und Tischtennis, da bin ich Zweitbester auf der Station."

Gegen seine Depressionen und Angstzustände bekommt der ehemalige Dschungelbewohner starke Psychopharmaka verabreicht: "Man hat mir am Anfang Tavor gegeben, einen Angst-Killer. Dann bin ich auf Atosil gewechselt, ein beruhigendes Mittel. Für die Schlafmedikation habe ich Zopyclon genommen."

Der Sänger führt seine Erkrankung nicht zuletzt auf seine Teilnahme am Dschungelcamp zurück. "Durch die Aufmerksamkeit an meiner Person litt ich an krankhafter Selbstüberschätzung und verlor die Bodenhaftung", so Gonzales. Am 16. Januar, ein Tag vor Beginn des diesjährigen Dschungelcamps, soll Silva entlassen werden, will jedoch weiter in ambulanter Behandlung bleiben.

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