Ellie (links) trug das Kind ihrer Schwester Siobhan (rechts) aus

Siobhan Terry bekam von ihrer Schwester einen Sohn geschenkt

25.08.2014 > 00:00

© Facebook / Ellie Fairfax

Leihmutterschaft birgt riesige psychologische Schwierigkeiten. Vermutlich auch einer der Gründe, warum es in Deutschland verboten ist. Das Kind einer anderen Frau auszutragen ist in England aber erlaubt. So ereignete sich eine der wohl schönsten Geschichten und besten Beispiele, dass es bei einer Leihmutterschaft auch gut gehen kann.

Siobhan Terry hat eine 2-jährige Tochter und für die kleine Saoirse ist ein weiteres Geschwisterchen geplant. Der Schock war dementsprechend groß, als die 31-Jährige die Diagnose "Gebärmutterhalskrebs" bekam. Ihre Gebärmutter würde kein Kind mehr austragen können.

Als sie und Ehemann Dean dem Rest der Familie die schlechten Neuigkeiten überbrachten, schaltete sich ihre Schwester Ellie Fairfax ein. Sie könne doch das Kind austragen. Ein sehr heikler Plan, doch Ellie ist sich sicher, dass sie ihrer Schwester den zweiten Kinderwunsch erfüllen will.

"Ich glaubte nicht wirklich, dass sie es durchziehen wird", sagt Siobhan.

Doch nur zwei Monate später wuchs durch künstliche Befruchtung in Ellie der Sohn ihrer Schwester heran. "Es war Siobhans Geburtstag und ihr sagen zu können, dass ich schwanger bin, war das schönste Geschenk überhaupt", berichtet Ellie heute.

Aber kann das gut gehen? Konnte die Schwester die Distanz zu dem Kind in ihrem Bauch halten und es einfach so nach der Geburt abgeben?

Wenn man den Schwestern glaubt, ja. "Ich habe gefühlt, dass er nicht mein Baby ist, deswegen war es auch nicht schwer ihn Siobhan zu geben", erinnert sich Ellie heute. Die genetische Mutter war es auch, die die Nabelschnur des kleinen Fionan durchtrennte.

'"Ellie und ich waren uns schon immer unglaublich nah und diese Sache hat uns nicht nur noch näher zusammen gebrach, sondern mir eine ganz neue Zukunft geschenkt."

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