Spike Lee: Entrüstung über "Django Unchained"

Spike Lee: Entrüstung über "Django Unchained"

31.12.2012 > 00:00

Spike Lee ist gar nicht glücklich über Tarantinos neuesten Film - "Django Unchained" sei respektlos, so der Regisseur über das Western-Spektakel. Der 55-Jährige Regisseur, der sich in seinen Filmen oft mit Rassismus auseinandersetzt, hat sich jetzt kritisch zu Quentin Tarantinos Film "Django Unchained" geäußert. Der Film, in dem es um einen Sklaven - gespielt von Jamie Foxx - geht, der für seine Freiheit zu einem Kopfgeldjäger wird, sei respektlos, so Lee. In einem Tweet äußert sich der "Letters from Iwo Jima"-Regisseur zu Tarantinos Film: "Amerikanische Sklaverei war kein Sergio Leone-Spagetti-Western. Es war ein Holocaust. Meine Vorfahren waren Sklaven, die aus Afrika gestohlen wurden. Ich werde sie ehren." In einem Interview mit VibeTV hatte Lee bereits vorher gesagt, dass er sich nicht zu "Django Unchained" äußern würde, da er nicht vorhätte, den Film zu sehen. Weiterhin erläuterte er seine Entscheidung damit, dass Tarantinos Film respektlos sei: "Alles, was ich sagen kann ist, dass es einfach respektlos meinen Vorfahren gegenüber ist, diesen Film zu sehen." Anderen würde er es jedoch nicht vorwerfen, dafür ins Kino zu gehen: "Ich kann meine Vorfahren nicht respektlos behandeln. Ich kann es einfach nicht. Aber das ist meine Meinung, ich spreche für niemanden sonst als mich." Bereits zum Film "Jackie Brown" hatte Lee Tarantino für die Verwendung des N-Wortes kritisiert, da er es exzessiv und nicht notwendigerweise verwendet hätte. "Ich möchte, dass Quentin weiß, dass nicht alle Afro-Amerikaner das Wort für trendy oder cool halten", hatte er sich damals dazu geäußert. © WENN

Lieblinge der Redaktion