Kurz vor der ersten Sendung von Stefan Raabs Polit-Talk herrscht Chaos

Stefan Raab: Das wurde aus Regina Zindler und ihrem Maschendrahtzaun

13.07.2014 > 00:00

© Getty Images

Vor 15 Jahren hatte Regina Zindler in der Gerichtsshow "Richterin Barbara Salesch" mit ihrem Nachbarn gestritten, gefordert, er solle seinen Knallerbsenstrauch entfernen, weil dieser ihren Maschendrahtzaun beschädige. Die Klage wurde abgewiesen - und Regina Zindler über Nacht zum Star.

Stefan Raab (47) hatte den Fall in seiner Show "TV Total" aufgegriffen, baute Ausschnitte der Gerichtsshow in einen selbstkomponierten Song ein. Nachdem Raab das Lied zuerst nur in einer Rohfassung in seiner Sendung präsentiert hatte, produzierte er den Song schließlich gemeinsam mit der Band Truck Stop. Am 12. November 1999 erschien die Single "Maschen-Draht-Zaun", verkaufte sich bis zum Januar 2000 über eine Million Mal. Regina Zindler, die pro verkaufte CD zehn Pfennig erhielt, war von einer unbekannten Hausfrau zum unfreiwilligen Promi avanciert.

Und heute?

Die "Bild" hat der Rentnerin einen Besuch abgestattet. Mittlerweile ist Zindler 67 Jahre alt - und wohnt längst nicht mehr am Maschendrahtzaun im kleinen Örtchen Auerbach. Der Trubel um ihre Person war ihr irgendwann zu viel geworden, ließ Zindler umziehen. Der Maschendrahtzaun gehört heute Mareen N. (32) - und die versteht sich bestens mit ihrem Nachbarn und Knallerbsenstrauch-Besitzer Gerd Trommer (47). Der ist froh, dass Zindler weggezogen ist. "Die hat nicht nur mit mit gestritten", so Trommer gegenüber der "Bild". "Im Gericht in Auerbach hatte die eine eigene Regalwand."

Nachdem Regina Zindler "berühmt" geworden war, belagerten Raab-Fans ihre kleines Häuschen, schnitten Stücke aus dem Maschendrahtzaun und beschimpften die Hausfrau. "Meinen Briefkasten haben sie in die Luft gesprengt und meine Winterstiefel geklaut", berichtet Zindler der "Bild".

Nach einem Nervenzusammenbruch verkaufte Zindler 2002 das Haus samt Zaun, zog mit ihrem Mann zuerst in eine Plattenbausiedlung nach Berlin-Lichtenberg, später zurück nach Sachsen. Wie sie heute zu dem Mann steht, der sie für eine kurze Zeit zur berühmtesten Nörglerin Deutschlands machte? "Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse", gibt sich Zindler der "Bild" gegenüber versöhnlich. "Der hat ja nur sein Lied gemacht. Ich hab damals mein Einverständnis gegeben."

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