Das Moderations-Super-Talent: Daniel Hartwich.

Supertalent 2013: Daniel Hartwich ist das Moderations-Talent

28.10.2013 > 00:00

© RTL / Stefan Gregorowius

Wird das Supertalent immer langweiliger? Die Talent-Castingshow hat es in dieser Staffel noch nicht geschafft, Talente, an die man sich auch die Woche danach noch erinnert, auf die Bühne zu bringen. Sogar Profis wie Motocrosser und Todesspringer können nicht überzeugen.

Die Jury schwankt zwischen den Extremen: Dieter Bohlen ist nach wie vor fies, die drei anderen Mitglieder, Guido Maria Kretschmer, Bruce Darnell und Lena Gercke, sind nur nett und erteilen nur höfliche Abfuhren: "Du hast Talent, bist aber leider nicht das, was wir hier suchen", sagt beispielsweise Lena Gercke gerne mit schiefgelegtem Kopf und bedauerndem, aufmunterndem Lächeln.

Zoff innerhalb der Jury gibt es auch keinen - und somit sinkt der Unterhaltungswert weiter.

Aber es gibt einen Lichtblick! Einen Grund, warum wir trotzdem Woche für Woche einschalten! Und der heißt Daniel Hartwich!

Daniel Hartwich hat uns schon bei einigen Shows wie dem Dschungelcamp oder Let's Dance zum Lachen gebracht. Schon da moderierte er, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Beim Supertalent läuft Daniel Hartwich, trotz fehlendem Gegenspieler, zu Hochform auf. Er rüttelt die Zuschauer wieder wach, wenn sie fast eingeschlafen sind (leider meist vor der Werbung). Daniel Hartwich spricht sie an, bezieht sie ein und bringt sie näher ans Geschehen.

Außerdem lässt er wieder reihenweise Gags vom Stapel, bei denen man sich ab und zu fragt, ob das wirklich lustig ist. Aber man lacht trotzdem.

Schade nur, dass man von Daniel Hartwich so wenig sieht. Er hat die etwas undankbare Aufgabe, das Zuschauergewinnspiel anzukurbeln. Mit euphorischen Ansagen wie: "Sie sind wirklich der Super-Zuschauer!" schafft er es aber, die übliche Langeweile dieser Moderationsverpflichtung zu durchbrechen.

Zum Glück darf Daniel Hartwich auch hinter der Bühne herumwuseln und den Supertalenten auf die Pelle rücken. Er bringt sie dazu, ihre Lebensgeschichte zu erzählen und lässt nicht locker, bis klar wird, ob das, was folgt, eine Super-Show oder eine Super-Blamage sein wird.

Vor dem Auftritt nimmt er den Kandidaten nicht die Aufregung, aber er lässt sie trotzdem noch ihre "letzten Worte" sagen. Dann bringt er sie, ganz der Gentleman, zur Bühnentür.

"Da hinten geht's zur Hölle", beschrieb Daniel Hartwich beispielsweise dem Teufel den Weg.

Deshalb: In der nächsten Staffel bitte mehr Sendeminuten für Daniel Hartwich! Man könnte ihn natürlich auch gleich in die Jury setzen...

TAGS:
Lieblinge der Redaktion