Günther Wallraff schaut genauer hin und sieht dabei Dinge, die wir kaum glauben können

„Team Wallraff“ schockiert ganz Deutschland mit Enthüllungen über Pflegeheime

06.05.2014 > 00:00

4,4 Millionen Zuschauer saßen am Montag schockiert vor dem Fernseher. "Team Wallraff Reporter undercover" zeigt eine Reportage aus Pflegeheimen, die die Zuschauer erschüttert.

Teamchef Günther Wallraff schickte Mitarbeiterin Pia Osterhaus als Praktikantin in ein Pflegeheim. Dort eingeschleust bringt sie Aufnahmen mit, die eine Lawine an emotionalen Reaktionen auslösen.

Wir sehen Szenen, in denen alte Menschen über Stunden in ihrem Urin liegen gelassen werden. Senioren, die, nachdem sie aus dem Bett gefallen sind, erst mal noch fotografiert werden. Manche Altersheimbewohner dürfen nur einmal die Woche duschen. Einige wünschen sich den Tod, da das Leben im Heim sowieso keines mehr ist. Die Reportage zeigt Pfleger, die überarbeitet und unterbezahlt sind und Senioren, die diese Misere ausbaden.

Plätze in Pflegeheimen sind meist teuer und dennoch kommt von dem Geld scheinbar kaum etwas bei den Pflegern an, die in langen Schichten gerne mehr tun würden und einfach am Rande ihrer Möglichkeiten liegen.

Wer bislang keine Angst vorm Alter hatte, bangt nach diesen schockierenden Bildern um seine Zukunft. Mit diesen Enthüllungen, die jeden einmal betreffen können, trifft Wallraff einen Nerv bei den Zuschauern. Die Reaktionen im Netz steigen exponentiell.

"Ich bin absolut schockiert das muss doch endlich ein Ende haben warum unternimmt die Regierung nichts", schreibt eine Frau auf der "Team Wallraff"-Facebook-Seite und ist damit nicht allein.

Andere User berichten von ihren eigenen Erfahrungen. Besonders Pfleger und ehemalige Pflege bestätigen, was im TV gezeigt wurde: "Danke, danke liebes Wallraff Team, endlich kommt es an die Öffentlichkeit! Ich kann es nur bestätigen. 17 Jahre so erlebt."

Das Ende der Fahnenstange ist wohl noch nicht einmal erreicht. Ein Zuschauer warnt:

"Hab selbst schon genug gesehen und muss leider sagen, dass das was hier gezeigt wurde bisher noch zu harmlos ist... das geht auch noch schlimmer..."

Es bleibt uns zu hoffen, dass es nicht nur schlimmer und schlimmer geht, sondern auch besser und vor allem, dass sich in Zukunft etwas ändern kann.

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