Thomas Hitzlsperger im Interview

Thomas Hitzlsperger: "Ich habe selbst über Schwulenwitze gelacht"

09.01.2014 > 00:00

© Screenshot/YouTube

Mit seinem Outing wollte Ex-Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger vor allem Mut machen.

In einem Interview klärt er nun über sich und seine Sexualität auf - und über Homosexualität im Profifußball.

Da stellt sich zuerst die Frage, warum er sich erst so spät geoutet hat.

"Es war ein langwieriger Prozess, es herauszufinden, dass ich Gefühle für Männer habe und auch mit ihnen zusammenleben möchte", so Hitzlsperger.

"Es war deshalb kein Thema, mich in meiner aktiven Zeit dazu zu bekennen."

Aber warum hat er sich überhaupt geoutet?

"Es soll jungen Spielern ein Beispiel sein, dass man auf der einen Seite homosexuell sein kann und zu seinen Neigungen steht und auf der anderen Seite als Profifußballer erfolgreich sein kann."

Nach der Aussage von Thomas Hitzlsperger, kennt er angeblich keinen anderen schwulen Fußballer persönlich, da in der Kabine oder sonst wo nie über solch private Dinge gesprochen wurde.

Gab es in den Mannschaften, für die er gespielt hat, ein schwulenfeindliches Klima?

"Es gab homophobe Äußerungen. Es wurden Witze über Schwule gemacht. Auch in meiner Gegenwart. Wenn sie gut waren, habe ich auch darüber gelacht", so der Sportler.

Doch warum hat er sich nun öffentlich bekannt?

"Das Outing war für die, die homophob sind und Menschen ausgrenzen. Die sollen wissen, sie haben jetzt einen Gegner mehr."

Lieblinge der Redaktion