Die Verkaufszahlen sehen düster aus

Tokio Hotel rufen zum Boykott des Berliner Clubs Heimathafen Neukölln auf

24.03.2015 > 00:00

© instagram / Bill Kaulitz / Universal

Musiker haben ihr feste Show auf der Bühne. Auch wenn vieles nach coolen spontanen Aktionen aussieht, so sind Konzerte von professionellen Acts stets bis ins Detail durchgeplant.

Wenn dann die Dinge nicht so laufen wie gewohnt und Dinge an der Show wegen der örtlichen Begebenheiten geändert werden müssen, dann ist das natürlich ärgerlich.

Ob es dann angebracht ist, so weit zu gehen, wie Tokio Hotel es taten, ist eine andere Frage. Die Band schrieb nach dem Konzert im Berliner Club Heimathafen Neukölln: "Tolle Show! Schlimmste Location ever! Heimathafen Neukölln ist scheiße!Christoph Wuest und Florian Kroeckel haben unsere kreative Freiheit eingegrenzt und versucht, unsere Show zu manipulieren. Wir mussten beinahe canceln. Lasst uns den Heimathafen boykottieren und ihnen zeigt, was es heißt sich mit den #aliens anzulegen."

Was war da los? Nachdem Hunderte Tokio Hotel Fans den Club über Facebook übel beschimpft haben, verfasste der Laden ein Statement.

"Beim gestrigen Konzert von Tokio Hotel war der Einsatz von Lichtequipment geplant, das für einen Ort unserer Größe nicht zulässig ist und damit ein Sicherheitsrisiko für Publikum, Künstler, Mitarbeiter und Gebäude darstellt. Dies war der Produktion frühzeitig vorher mitgeteilt worden, damit geeigneter Ersatz gefunden werden kann", versuchen sie zu erklären.

Solche Fälle sind keine Seltenheit. Häufig ist Licht und Pyro Equipment, das aus dem Ausland mitgebracht wurde sogar nicht einmal in Deutschland erlaubt und vom TÜV zugelassen.

Eigentlich sollten solche Formalien und Sicherheitsbestimmungen für Tokio Hotel nichts Unbekanntes sein. Da ist es nun die Frage, ob sie tatsächlich solche Diven sind und sich über Sicherheitsbestimmungen aufregen. Oder, ob da in dem Club doch mehr vorgefallen ist, als die Betreiber zugeben wollen.

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