Sie verlangen heftige Preise für "Erlebnispakete"

Tokio Hotel zocken Fans mit teuren "Erlebnispaketen" und Interviews ab

09.03.2015 > 00:00

© WENN.com

Im Zeitalter des Internets muss der findige Popstar mehr tun, als nur Musik zu produzieren und Konzerte zu spielen, damit die Kasse klingelt. Das haben Tokio Hotel schon längst begriffen, denn möglicherweise haben sie in ihrer Geschichte mehr durch Merchandise, als durch ihre Musik erwirtschaftet.

Doch es gibt einige Einnahmequellen, die die ehemalige Teenieband in einem ganz schlechten Licht dastehen lassen. In London durften 75 Fans zu einer Fragestunde mit Tokio Hotel kommen - Eintritt: 250 Euro.

Diese insgesamt 18750 Euro Taschengeld nimmt die Band doch gerne mit. Ein guter Preis für 45 Minuten Interview mit Fans. "Wir saßen backstage auf dem Boden und durften 45 Minuten fragen. Leider sind nicht alle drangekommen. Danach hat jeder ein Foto mit der Band machen dürfen. Allerdings nicht mit dem Handy. Es gab einen Fotografen, der schickt uns die Bilder zu", berichtet ein Fan in der Bild.

Wer den Stars noch näher sein wollte, durfte sogar beim Konzert auf der Bühne mittanzen. Da werden nicht nur die Gehälter von Backgroundtänzerinnen gespart, sondern angeblich sogar 2000 Euro für dieses sogenannte "Erlebnispaket" eingenommen.

Nach dem nur mäßig erfolgreichem Album musst eben dafür gesorgt werden, dass anders das Geld reinkommt.

Auch die Tour wirft verhältnismäßig wenig ab. Bei 500 Konzertgästen, die jeweils rund 90 Euro zahlen, landen die Jungs bei 45.000 Euro Umsatz. Dabei sind 90 Euro schon ein sehr stolzer Preis für ein Clubkonzert.

Zu besseren Zeiten verkaufte die Band bei ähnlichen Ticketpreisen jedoch ganze Stadien mit 10.000 Zuschauerplätzen aus.

Doch so lange es immernoch Fans gibt, die diese "Erlebnispakete" zahlen, dürfte der finanzielle Fall der Band noch weiter abgefedert werden.

TAGS:
Lieblinge der Redaktion