Sie hatte keine Ahnung, wie sehr man sie überwachte

Tom Cruise: Scientology ließ Nicole Kidman bespitzeln

27.01.2015 > 00:00

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Aus den gesammelten Informationen und Mythen um Tom Cruise und die Sekte Scientology ließen sich etliche Verschwörungsthriller machen.

Alex Gibny geht mit seiner Doku "Going Clear: Scientology and the Prison of Belief" den harten Weg und zeigt die Dinge direkt, wie sie wirklich zu sein scheinen und sorgt damit beim Sundance Festival für jede menge Kontroverse.

Dadurch werden über Tom Cruise und Nicole Kidman wieder beängstigende Zustände in der Sekte enthüllt.

Ehemalige Scientologen verraten, dass die Ex-Frau von Tom Cruise stets als "potenzielle Gefahrenquelle" gesehen wurde. Schon früh wollte man sichergehen, dass die Katholikin keine Probleme macht. Es heißt, ihr Telefon sei abgehört worden. Erst recht, als Cruise und Kidman sich scheiden ließen, befürchtete die Sekte, sie könne Geheimnisse ihres Ex-Mannes oder der Sekte ausplaudern und verschärfte die Überwachung.

Man wollte aber nicht nur sicher gehen, dass Nicole Kidman die Sekte nicht weiter belastet. Die Sekte hätte auch Druckmittel gegen prominente Scientologen verloren.

Schon länger heißt es, dass die Sekte intime Details und Skandale ihrer prominenten Fürsprecher in der Hinterhand habe. Sektenführer David Miscavige habe einen Panzerschrank, in dem Aufzeichnungen über diverse Druckmittel aufbewahrt würden.

Die Sekte, die die harte öffentliche Kritik gewohnt sein sollte, wehrt sich und behauptet: "Die Anschuldigungen in dem Film sind falsch und fabriziert. Die Kirche bekennt sich zu freier Meinungsäußerung. Das heißt allerdings nicht, dass Falschinformationen verbreitet werden dürfen."

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