Tom Hanks ist seinen Job als Geschworener los.

Tom Hanks ist zu berühmt fürs Gericht

13.09.2013 > 00:00

© Neilson Barnard / Getty Images

Tom Hanks wurde durch seinen Promi-Status von einer Bürgerpflicht entbunden. Er war eigentlich als Geschworener geladen und sollte vor Gericht, gemeinsam mit anderen Geschworenen, eine Straftat beurteilen.

Während die Schöffen-Tätigkeit hierzulande nicht gerade beliebt ist, und sich die meisten gerne davor drücken, ist der Job als Geschworener in den USA eine Selbstverständlichkeit. Auch Tom Hanks dachte nicht daran, eine Ausrede zu erfinden, um der Pflicht zu entgehen.

Er erschien vor Gericht und hörte sich mit den anderen Jurymitgliedern an, was Anwälte, Beklagte und Verklagter zu sagen hatten.

Bei der Verhandlung ging es darum, dass ein Mann seine Frau misshandelt haben sollte. Darüber sollte Tom Hanks gemeinsam mit elf anderen Jury-Mitgliedern urteilen. Der Kontakt zwischen Geschworenen und Anwälten außerhalb des Gerichtsaales ist strengstens verboten.

Doch wenn ein Promi wie Tom Hanks sich unter den Geschworenen befindet, mit dem man normalerweise nie auch nur ein Wort wechseln könnte, fällt das schwer. Eine Staatsanwältin konnte sich nicht beherrschen und sprach Tom Hanks laut TMZ im Treppenhaus an. "Sie hat ihm gedankt und sagte, wie beeindruckt alle seien, dass so eine Berühmtheit noch immer seine Jurypflicht erfülle", wird Strafverteidiger Andrew Flier zitiert.

Eigentlich nicht dramatisch, aber trotzdem verstößt das gegen die Regeln. Darum wird Tom Hanks nun seine Jurypflicht doch nicht erfüllen können, sondern ist seinen Job nun los.

Auf die Staatsanwältin kommt ein Disziplinarverfahren zu.

Der Einzige, den der Vorfall wohl freuen wird, ist der Angeklagte. In Folge dessen kam er ohne Verurteilung davon, bei der ihm wahrscheinlich ein Jahr Gefängnis gedroht hatte. Stattdessen musste er lediglich eine Geldstrafe von 150 Dollar zahlen.

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