Muss Uli Hoeneß wirklich in den Knast?

Uli Hoeneß: So geht es nach dem Urteil weiter

13.03.2014 > 00:00

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"Na, begeistert war er nicht."

Mit diesem Satz bringt Verteidiger Hanns Feigen ganz gut auf den Punkt, wie Uli Hoeneß (62) das Urteil im Steuerhinterziehungsprozess aufgenommen haben dürfte. Drei Jahre und sechs Monate muss der Präsident des FC Bayern ins Gefängnis, entschied Richter Rupert Heindl heute. Dem Unternehmer wird eine Steuerschuld in Höhe von 28,46 Millionen Euro zur Last gelegt.

Aber wird Uli Hoeneß die Haftstrafe wirklich antreten müssen?

Fakt ist: Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig - und seine Anwälte haben bereits angekündigt, Einspruch einzulegen.

"Wir werden das Urteil natürlich mit dem Rechtsmittel der Revision angreifen", erklärte Hoeneß-Verteidiger Hanns Feigen in einem Statement.

Innerhalb einer Woche muss der Antrag gestellt werden. Dann wird der Fall vorm Bundesgerichtshof erneut verhandelt werden. Möglicherweise legt jedoch auch die Staatsanwaltschaft Revision ein. Die Entscheidung wird morgen verkündet werden.

Solange das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, muss Uli Hoeneß sowieso nicht in den Knast. Bereits seit März 2013 befindet er sich gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von fünf Millionen Euro auf freiem Fuß. Daran ändert sich nun erstmal nichts.

Nach der Urteilsverkündung verließ Hoeneß das Landgericht München durch den Hinterausgang und verschwand an der Seite seiner Frau Susi in einer Limousine.

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