Luxus oder Notwendigkeit? Hoeneß lebt isoliert

Uli Hoeneß: So sieht sein Knast-Alltag aus

03.07.2014 > 00:00

© Getty Images

Den ersten Monat hat der ehemalige FC-Bayern-Präsident schon hinter sich. In der JVA Landsberg sitzt der Fußball-Mogul seine Strafe wegen Steuerbetrugs ab.

Die Münchner Zeitung "tz" berichtet nun, wie es Uli Hoeneß hinter Gittern ergeht. Der Freiheitsentzug sei allerdings im ersten Monat nicht das größte Problem. Der 62-Jährige leidet unter Bluthochdruck und ist seit Haftantritt krankgeschrieben.

Dementsprechend habe er am Gefängnisalltag noch gar nicht richtig teilgenommen. In Zelle Nummer 108 soll er 32 Quadratmeter zur Verfügung haben.

Die Fußball-WM verfolgt er von hier aus auf einem 21 Zoll kleinen Flachbildschirm.

Ein gewisser ehemaliger Frauenarzt Christian K., der für unerlaubten Waffenbesitz und für das Filmen seiner Patientinnen einsitzt, sei für kurze Zei Hoeneß' Zimmer-Genosse gewesen.

Doch Insider behaupten, Hoeneß würde auch im Gefängnis noch eine Sonderbehandlung kriegen. Er ist nicht im Speisesaal mit den anderen. Hofgang habe er alleine und werde von einem extra für ihn abgestellten Beamten begleitet.

"Die Stimmung ist eher gegen ihn, aber nur, weil er eine Sonderbehandlung erhält", berichtet der Knast-Insider. Hoeneß ist vorsichtig im Gefängnis und hat auch dort natürlich einen prominenten Status. Die Angst vor den anderen Häftlingen und die Abschottung ist vielleicht nicht ganz unbegründet. Der Insider sieht das anders: "Er wäre der gefeierte Star in Landsberg, wenn er in einer normalen Zelle säße. Dort hocken viele Bayern-Fans, auch Hooligans. Die könnten ihn besser beschützen als die Wärter."

Sobald Hoeneß nicht mehr krankgeschrieben ist, soll er der Hausmeister des Spitals werden. Er gibt dort Essen und Kleidung an Patienten aus und reinigt die Arztpraxis.

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