Ulrich Tukur will nichts verpassen

Ulrich Tukur will nichts verpassen

18.07.2012 > 00:00

Ulrich Tukur fällt es schwer, einfach mal nichts zu tun - er muss immer alles mitnehmen, um nichts zu verpassen. Der 54-Jährige hat der deutschen Ausgabe des Magazins "Closer" jetzt verraten, dass er es nicht über sich bringt, mal einen Gang zurückzuschalten. "Ich bin ein Trottel! Ich bin einer, der nicht gelernt hat, Nein zu sagen. Ich will alles mitnehmen, aus Angst, ich könnte in diesem kurzen Leben etwas verpassen", erklärt er und hält mit Selbstkritik nicht hinter dem Berg: "Das ist nicht nur ein schwacher Charakterzug, es ist eine Dummheit." Tukur, der in "Das Leben der Anderen" den Oberstleutnant der DDR-Staatssicherheit Anton Grubitz verkörpert, plaudert mit der Publikation aber auch über seine Ehe mit Katharina John. Mit dieser lebt der Star, der mit gebürtigem Namen Ulrich Gerhard Scheurlen heißt, seit 1999 in Venedig auf der Insel Giudecca und in einem kleinen Örtchen namens Montepiano und verrät nun, wie es dazu kam. "Ich hatte damals aufgrund hormoneller Störungen, wie sie Männer zwischen 30 und 40 gern heimsuchen, eine vielversprechende Beziehung kurzerhand verspielt. Ich begriff in dem Moment, wo sie sich verabschiedet hatte und gegangen war, dass ich etwas ganz und gar Einzigartiges verloren hatte", erinnert er sich und fügt hinzu: "Ich habe sofort versucht, ihr Herz zurückzuerobern, und bot ihr an, sie dürfe bestimmen, wohin es geht und was wir mit unserem Leben anfangen wollen." So sei er in Venedig gelandet, resümiert er. Ulrich Tukur konnte 2010 mit dem Film "Das weiße Band" einen Golden Globe gewinnen, der Streifen "Das Leben der Anderen" wurde mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. © WENN

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