Unser Kino-Tipp: "Verblendung" ab dem 12.01.2012 im Kino

Unser Kino-Tipp zum 12.01.2012: "Verblendung"

11.01.2012 > 00:00

© SONY

Darum geht es in "Verblendung": Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) sucht nach der vermissten Nichte von dem im Ruhestand befindlichen Konzernchef Henrik Vanger (Christopher Plummer). Vanger vermutet, dass sie von einem anderen Familienmitglied ermordet wurde. Der Journalist reist zum Familiensitz an der schwedischen Küste.

Gleichzeitig wird Lisbeth Salander (Rooney Mara), eine ungewöhnliche aber geniale Hackerin und Detektivin der Sicherheitsfirma Milton Security, angeheuert, mehr über Blomkvists herauszufinden. Das führt schließlich dazu, dass sie Blomkvist dabei hilft, herauszufinden, wer verantwortlich für den Mord an Harriet Vanger ist. Während Mikael direkt bei den verschlossenen Vangers ermittelt, tut Lisbeth dies eher im Hintergrund. Gemeinsam stoßen sie auf eine Mordserie, die sich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart zieht...

Über den Film: "Verblendung" ist der erste Teil von Stieg Larssons posthum veröffentlichten Bestseller-Trilogie "Millennium". Es werden noch die Teile "Verdammnis" und "Vergebung" folgen. "Das Drehbuch ist aus demselben Stoff geschnitten wie der Roman", sagt Regisseur David Fincher. Ihm und dem Drehbuchautor Zillian war bewusst, dass die ausufernde Handlung der Vorlage für den Kino-Film komprimiert werden musste. Also legten sie einen Fokus: "Am meisten interessierten wir uns für diese beiden Figuren, Blomkvist und Salander", erklärt Fincher. "Da steckte viel Saft drin, jede Menge Reibung, eine Unmenge an dramatischen Möglichkeiten." Trotz allem stellt sich die Frage: Warum mussten die Amerikaner das Buch, das 2009 schon großartig von schwedischen Filmemachern verfilmt wurde, nochmal inszenieren?

Unser Fazit: Was soll's!? Amerikaner synchronisieren fremdsprachige Filme nicht, das haben sie noch nie. Wenn sie Potenzial in einer Geschichte sehen, dann verfilmen sie sie lieber neu, statt dem Zuschauer zwei Stunden lang Untertitel zuzumuten und sichern sich so ein eigenes Stück vom Profit-Kuchen. Und dass die Handlung von "Verblendung" Potenzial hat, steht außer Frage. Und ja, wir müssen zugeben, beide Verfilmungen sind großartig! Nur dass sie den Fokus in einer ja eigentlich gleichen Story unterschiedlich setzen. Diese Version blickt mehr auf die Figuren und stellt die beklemmende Familiengeschichte der Vangers noch düsterer da. Absolut spannend! Ab ins Kino!

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