Unser Kino-Tipp: "The Artist" ab dem 26.01.2012 im Kino

Unser Kino-Tipp zum 26.01.2012: "The Artist"

26.01.2012 > 00:00

© Delphi

Darum geht es in "The Artist": Wir schreiben das Jahr 1927. George Valentin (Jean Dujardin) ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos und wird vom Publikum geliebt. Er genießt seinen Ruhm und Reichtum in vollen Zügen. Eines Tages trifft er zufällig Peppy Miller (Bérénice Béjo), als sie bei einem Fototermin ausversehen in sein Bild stolpert. George macht das Beste aus der Situation, scherzt mit der jungen Frau und lässt sich von ihr auf die Wange küssen. Am nächsten Tag erscheinen die Bilder auf den Titelseiten der Zeitungen. Peppy nutzt ihren plötzlichen Ruhm und beginnt eine Karriere als Schauspielerin. Unterstützt wird sie dabei von George Valentin. Doch die Zeiten, in denen Schweigen Gold war, sind vorbei: der Wechsel vom Stummfilm zum Tonfilm steht an. Die beiden Schauspieler stehen plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Stummfilm-Star Valentin droht das plötzliche Ende seiner Karriere. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar!

Über den Film: Die Nominierungen und Auszeichnungen, die dieser Film 2011 und 2012 bekommen hat, lassen sich hier gar nicht mehr alle aufzählen. Die größten und wichtigsten waren aber wohl die "Golden Globes" und die "Oscars". "The Artist" war in sechs Kategorien für den Golden Globe nominiert und erhielt den Preis in drei Kategorien, darunter als bester Film (Komödie oder Musical), bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder Musical (Jean Dujardin) und für die beste Filmmusik. Bei den Oscars ist "The Artist" sogar in zehn Kategorien nominiert. Im Jahr 2012, in Zeiten des 3D-Kinos und der Spezialeffekte, einen Schwarz-Weiß-Stummfilm ins Kino zu bringen, musste aber auch Aufmerksamkeit erregen. Außerdem birgt die Form des Stummfilms einen großen Vorteil: Die besten Schauspieler aus verschiedenen Ländern und mit den verschiedensten Muttersprachen können zusammen spielen. Neben den französischen Hauptdarstellern sind Hollywood-Schauspieler wie John Goodman, James Cromwell, Missi Pyle oder Malcolm McDowell dabei.

Unser Fazit: Ein Stummfilm ist anstrengend und überholt? Ja, wir geben zu, man muss sich drauf einlassen wollen, aber dann ist der Film super! Die Geschichte ist spannend und mit was für einer Detailverliebtheit Regisseur Hazanavicius gearbeitet hat, lässt einen auch selbst ganz verliebt in diesen alten Charme werden. Nicht nur, dass der Film in Schwarz-Weiß und ohne Ton gedreht wurde, selbst das Bildformat ist 4:3, das seit Jahrzehnten nicht mehr für Kino-Filme verwendet wird. Um es dem Zuschauer so angenehm wie möglich zu machen, einen Stummfilm zu sehen, wird vor allem mit viel Mimik und Gestik gearbeitet und es werden nicht allzu viele Text-Tafeln eingeblendet. Also noch Ausreden? Ab ins Kino!

TAGS:
Lieblinge der Redaktion