Großes Kino im deutschen TV

"Vorstadtweiber": FPÖ-Politiker Hein-Christian Strache klagt

27.05.2015 > 00:00

© ARD/ORF/MR Film/Petro Domenigg

Mit der sexuellen Orientierung ist das so eine Sache. Auch bei prominenten Menschen gehört sie zur Intimsphäre und es darf dementsprechend nicht darüber berichtet werden. Es sei denn natürlich, jemand outet sich selbst.

Nun wurde aber in der österreichischen Hit-Serie "Vorstadtweiber" eine Aussage über eine reale Person gefällt, die nicht geoutet ist.

Die Lästerschwestern der Serie tratschen natürlich viel, erst recht beim Friseurbesuch. Da heißt es dann: "In Deutschland der Westerwelle oder dieser Berliner Bürgermeister. Oder bei uns der Strache. Die sind doch alle schwul und stehen dazu."

Nicht ganz, denn Heinz-Christian Strache, Politiker der rechtspopulistischen Partei FPÖ, sagt, er sei nicht homosexuell. Ganz im Gegenteil, der Poltiker hetzt offen gegen Homosexualität: "Wir brauchen in Österreich keine Förderung von Beziehungen nur aufgrund der Sexualität. Ich bin Katholik und Christ, auch die Kirche spricht von der Krankheit Homosexualität!"

Kein Wunder, dass der Erzkonservative sich sogar in einer fiktiven Geschichte nicht als homosexuell bezeichnen lassen will und klagt. Er forderte eine Richtigstellung vom ORF. Das Gericht wies die Klage allerdings ab und der Seitenhieb gegen den Rechtspopulisten durfte auch im deutschen Fernsehen erneut vor einem Millionenpublikum (4,16 Millionen um genau zu sein) laufen.

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