Die größten TV-Highlights von 2014

"Wetten, dass..?": US-Magazin bezeichnet die Show als "sexistisch und rassistisch"

06.11.2014 > 00:00

Es hat schon seine Gründe, warum "Wetten, dass..?" immer schlechtere Quoten bringt und bald eingestellt wird. Doch die harte Kritik von amerikanischen Schauspielern, die mit dem Konzept der Show sichtlicht überfordert sind, ist vielleicht nicht immer gerechtfertigt.

Nun springt das "New Republic"-Magazin auf den Zug von Will Arnett, Tom Hanks und Co. auf und befasst sich auf ganz eigene Art und Weise mit dem deutschen Show-Dinosaurier.

"Diese deutsche Talk-Show ist der schlimmste Albtraum amerikanischer Stars" lautet der Titel eines Artikels von Thomas Rogers.

Immerhin kriegt erst mal das selbst ernannte "Wetten, dass..?"-Opfer Will Arnett sein Fett weg. "Wenn man eine Halb-Berühmtheit in Hollywood ist und seinen Bekanntheitsgrad in Deutschland steigern will, muss man sich nur in eine der größten deutschen Talkshows einbuchen lassen. Und noch besser: Danach dann im US-TV darüber beschweren."

Doch geht Rogers schnell dazu über, die Show selbst und die deutsche Kultur ins Visier zu nehmen. Er sagt, die Sendung belege zahlreiche negative Vorurteile, die man deutschen gegenüber haben könne. Bezeichnet die Show als stillos, humorlos und irgendwie merwürdig.

Weiter bezeichnet er die Show und Markus Lanz, der aus Perspektive des Autors immer wieder weibliche Promis dazu nötige irgendwelche Gäste zu küssen, als sexistisch.

Natürlich ist auch die Blackface-Debatte über die Saalwette im "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"-Kostüm ein gefundenes Fressen. "Wetten, dass..?" ist also laut Rogers auch rassistisch.

All zu lange müssen die armen Hollywoodstars das ja nun nicht mehr "ertragen". Im Dezember läuft die letzte Sendung von "Wetten, dass..!?"

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